Veröffentlicht am: 28.10.2020 | Author: Julius Hagen

Als Quereinsteiger in die Immobilienbranche – Praktische Tipps zur erfolgreichen Umsetzung

Hohe Provisionen und ein abwechslungsreicher Berufsalltag sind für viele ein Grund, als Immobilienmakler zu arbeiten. Welche Erwartungen und Anforderungen gilt es abzuwägen, um erfolgreich in diesem Business durchstarten zu können? Die Bereitschaft, viel Zeit in seine neue Berufung zu investieren, muss ebenso vorhanden sein wie der Wille, sich fortlaufend weiterzubilden.

Die ersten Schritte zum Makler

Grundsätzlich erfordert der Beruf als Immobilienmakler keinen bestimmten Schulabschluss, allerdings muss man eine behördliche Maklererlaubnis beantragen. Um Erfolg zu haben, ist ein überhohes Engagement und eine extrovertierte Persönlichkeit von Vorteil.

Neben sozialen Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit und Flexibilität punkten erfolgreiche Immobilienmakler mit einem breitgefächerten Fachwissen. Regelmäßige Weiterbildung Immobilien und Fachwissen für die Vermarktung helfen, rasch in den beruflichen Alltag als Makler zu finden und seine Kunden bestmöglich zu beraten.

Basis: Maklererlaubnis

Ohne Fleiß kein Preis. Entsprechend Paragraf 34c der Gewerbeverordnung braucht es diese behördliche Erlaubnis für Makler, die damit ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Im Klartext heißt das, der Anwärter auf den Immobilienmakler darf in den letzten fünf Jahren keiner Insolvenzstraftat, wegen eines Verbrechens oder wegen Diebstahls, Betruges, Unterschlagung, Erpressung, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Untreue, Wuchers oder wegen Hehlerei rechtlich belangt worden sein.

Wenn kein Insolvenzverfahren über das Vermögen des zukünftigen Maklers ansteht oder bereits durchgeführt worden ist, gibt es aus formeller Hinsicht keine Hindernisse. Zudem muss der Gewerbeschein beantragt werden.

Der Schlüssel zum Erfolg als Immobilienmakler

Natürlich sind Kontakte wichtig, aber letztendlich punktet ein guter Makler vor allem mit Praxis- und Fachwissen. Um den Immobilienmarkt zu kennen, braucht es auch ein Verständnis für die Preisentwicklung und welche Immobilien zum An- und Verkauf stehen. Darüber hinaus gewinnt der Quereinsteiger auch Kenntnisse im Vertrags- und Mietrecht, informiert sich über aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen.

Wichtige Punkte beinhalten außerdem das Baurecht, Notarrecht und das Grundbuchrecht. Ein guter Immobilienmakler versteht es, seine Kunden optimal zu beraten und ein Gespür zu entwickeln, welches Haus für welchen Kunden perfekt sein könnte. Außerdem fließen in die Beratung auch Fragen zum Steuerrecht und der Finanzierung des Immobilienkaufs mit ein.

Durch Geduld und Ausdauer zum Erfolg

Jeder Quereinstieg stellt gewisse Risiken dar. Ein Immobilienmakler, der wirklich erfolgreich arbeiten und sich einen guten Ruf aufbauen möchte, ist gefordert. Das bedeutet, dass viele Kundentermine und Besichtigungen auch am Wochenende oder abends stattfinden. Die Kunden erwarten zu jeder Zeit Flexibilität und fachliches Knowhow von ihrem Makler, der – ob Quereinsteiger oder nicht – ehrgeizig und kundenorientiert arbeiten muss.

Hinter dem Glanz lockender Provisionen sollte man sich über die Entscheidung, in diese Branche einzusteigen, klar sein und seine Beweggründe überdenken. Jede Selbständigkeit birgt finanzielle und persönliche Risiken und Einbußen, die man in der Euphorie nicht leichtfertig als anfängliche Sorge abtun sollte.

Beratung als Königsdisziplin

Hinter jedem erfolgreichen Deal steht ein zufriedener Kunde. Nur Adressen von potenziellen Immobilien allein machen Immobilieninteressanten nicht glücklich. Oftmals vergeht viel Zeit, bis das passende Objekt gefunden ist. Auch die Arbeit dahinter sehen die Kunden nicht. Die Immobilie muss geprüft werden, entsprechende Exposés und Dossiers werden angefertigt, um dem Kunden einen bestmöglichen Start in eine Zusammenarbeit zu schenken.

Vom Erstkontakt bis zu einem tatsächlichen Abschluss und der Auszahlung der Provision dauert es zwischen Wochen bis Monate. Gerade bei Immobilien sind viele Interessenten zurückhaltend und schauen sich oftmals mehrere Objekte an. In dieser Zeit entsteht ein Vertrauensverhältnis, das dem Makler die Chance gibt, hinter den Fragen der Kunden herauszuhören, welches Traumhaus sie tatsächlich suchen.

Nicht immer spielt der Preis letztendlich eine Rolle, wenn ein Abschluss getätigt wird. Interessenten sind bereit, über ihr veranschlagtes Limit zu gehen, wenn sich die Möglichkeit einer besseren Option ergibt. Dieses Fingerspitzengefühl, das gerade bei Verhandlungen auch bedeutend ist, entwickelt man über langjährige Erfahrung als Immobilienmakler.

Soziale Kompetenzen schaffen eine Vertrauensbasis

Der perfekte Immobilienmakler glänzt durch Offenheit und seine Fähigkeit, kommunikativ zu sein. Smalltalk auf Networking-Veranstaltungen und konsequente Weiterbildung gehören ebenso dazu wie Diskretion. Man hört und sieht viel, wenn man öfter mit Kunden unterwegs ist. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Dieses Sprichwort bewährt sich in dieser Branche sehr gut.

Eine gut sortierte Kundendatei und wichtige Kontakte bauen sich nicht ohne ein entsprechendes Auftreten auf. Vielfach werden Immobilien aufgrund von Empfehlungen weitervermittelt. Wer einmal mit seinem Immobilienmakler zufrieden ist, teilt dies gerne Geschäftsfreunden oder engen Freunden mit.

Selbstsicheres Auftreten ist auch deshalb wichtig, weil man beispielsweise als Grundstücks- oder Hausverwalter Ansprechpartner für beide Seiten ist. Konflikte zwischen Eigentümer und Mieter stehen dabei selbst bei Banalitäten an der Tagesordnung, wo der Makler entsprechend als Schnittstelle und Vermittler fungiert.

Selbstständig, festangestellt oder Franchise?

Die Entscheidung, in welcher Form der Tätigkeit man als Immobilienmakler aktiv werden soll, ist von der eigenen Befindlichkeit abhängig. Wer den Schritt in die Selbständigkeit gleich am Anfang scheut, ist als fest angestellter Makler in einem Unternehmen besser abgesichert. Dabei bezieht man ein festes Gehalt und erhöht dieses um die Provision verkaufter Objekte. Der große Vorteil für Quereinsteiger ist, dass man selbst nicht aktiv Kundenakquise betreiben muss und auch vieles an beruflicher Erfahrung durch den Austausch mit langjährigen Arbeitskollegen dazugewinnen kann.

Als Franchisemakler nutzt man ein bereits etabliertes Geschäftsmodell von einem bekannten Immobiliennetzwerk. Der Start als selbstständiger Makler wird vereinfacht, da der Name des Unternehmens bereits einen gewissen Vorschussbonus verspricht. Hierbei werden allerdings bei Abschluss des Vertrags Gebühren fällig, die man im Businessplan berücksichtigen sollte.

Volles Risiko, aber auch volle Provisionen und Entscheidungsgewalt bei allen Entscheidungen, Kundenkontakten und Verkäufen heißt es hingegen beim selbstständigen Makler. Dieser tritt unter dem eigenen Namen auf und kann von seiner bisherigen Berufserfahrung profitieren. Das Startkapital liegt in der Regel bei 10.000 Euro, um einen optimalen Quereinstieg als selbstständiger Immobilienmakler zu realisieren.

Abschließende Tipps für angehende Immobilienmakler

Um den bestmöglichen Start in diese heiß umkämpfte Branche zu wagen, empfehlen sich regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Außerdem ist die Mitgliedschaft in einem Berufsverband in der Immobilienbranche ratsam. Bei manchen Berufsverbänden ist die Verpflichtung zu einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, die grundsätzlich sinnvoll erscheint.

Zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz der Kunden, kann es trotz gewissenhafter Vorbereitungen zu Fehlern kommen, die dann letztendlich teuer werden können. Mit einem entsprechenden Versicherungsschutz ist man vor solchem Ärger gefeit und kann sich auf seine Arbeit konzentrieren.

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