Häuser verkaufen sich nicht von selbst. Neben einem ansprechenden Exposé werden im Besichtigungstermin die Weichen gestellt, ob ein potenzieller Käufer weiteres Interesse an Ihrer Immobilie hat oder nicht. Sie sollten sich gedanklich auf mögliche Fragen des Interessenten vorbereiten und wichtige Unterlagen, wie Katasterplan (Flurkarte), Energieausweis, Grundrisszeichnungen und Baupläne bereithalten.

Sie ermöglichen es dem Interessenten, all das, was er im Besichtigungstermin in Augenschein genommen hat, im Nachhinein zu rekapitulieren und seine Entscheidungsfindung vorzubereiten. Vor allem sollten Sie neben einer aussagekräftigen Präsentation auch darauf achten, dass sich die Immobilie in einem vorzeigbaren Zustand befindet.

1. Arten von Besichtigungsterminen

Sie haben den Entschluss gefasst Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen und bereits alle notwendigen Vorbereitungen getroffen? Dann folgt im nächsten Schritt die Vereinbarung von Besichtigungsterminen mit allen Bewerbern und Interessenten. Bevor Sie einen Besichtigungstermin für Ihre Immobilie planen, möchten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten von Besichtigungen vorstellen:

Massenbesichtigung

Bei Massenbesichtigungen werden alle Bewerber eingeladen, die sich für die Immobilie interessieren. In der Regel findet vorher keine Vorauswahl statt. Vorteil dieser Art von Besichtigung ist, dass Sie als Verkäufer alle Interessenten auch persönlich sehen, um sich ein klares Bild über die möglichen Käufer machen zu können. Zudem müssen Sie nicht mehrere Besichtigungstermine vereinbaren um einen Käufer zu finden und habe somit nach einem Termin mit Sicherheit jemanden gefunden. Nachteil dieser Art ist, dass oft sehr viele Leute auf einmal und zur gleichen Zeit Ihre Immobilie besichtigen und es schnell zu einem Überfluss an Fragen kommen kann. Zudem verliert man schnell den Überblick wenn zur gleichen Zeit viele Interessenten die Immobilie ansehen wollen.

Gruppenbesichtigung

Bei Gruppenbesichtigungen wird im Gegensatz zu Massenbesichtigungen eine Vorauswahl getroffen. Das bedeutet, Sie als Verkäufer sehen sich in Ruhe vorher alle Unterlagen und Bewerbungen durch und filtern diese in relevante Kriterien wie beispielsweise Einkommen, Lebenssituation, Familie, Interessen, etc. Dadurch können Sie sich vor dem Termin bereits für Favoriten entscheiden und sich ein Bild von den potenziellen Käufern machen, die auch zu Ihrer Immobilien-Anzeige passen. Diese Variante bietet sich allerdings nur an, wenn Sie mehrere Bewerbungen haben.

Eine andere Möglichkeit der Gruppenbesichtigung wäre, alle Bewerber auf beispielweise zwei oder drei Besichtigungstermine aufzuteilen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit dennoch jeden einzelnen kennenzulernen, aber müssen keine Massenbesichtigung durchführen. Aufgrund der kleinen Gruppen können Sie individuell auf alle Fragen eingehen. Diese Variante ist sehr zeitaufwendig, da mehrere Termine angesetzt sind. 

Einzelbesichtigung

In einer Einzelbesichtigung laden Sie einzelne Bewerber, zum Beispiel ein verheiratetes Ehepaar, oder eine kleine Familie, zu einem Besichtigungstermin ein. Der Vorteil dieser Variante ist, dass Sie individuell und voll und ganz auf den jeweiligen Bewerber eingehen können und in Ruhe dessen Fragen beantworten können. Im Gegenzug haben Sie so auch die Möglichkeit mehr über die möglichen Käufer erfahren und diese genauer kennenlernen. Ein Vorteil nicht nur für Interessenten, sondern auch für Sie: Eine Einzelbesichtigung hinterlässt oft mehr Sympathiepunkte bei den Bewerbern, im Gegensatz zu einer Massenbesichtigung. Sie nehmen sich ausreichend Zeit für alle Fragen und Anliegen und können dadurch schneller Sympathie zu den Bewerbern aufbauen und diese umgekehrt auch zu Ihnen.

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen Gruppen- und Einzelbesichtigungen, da diese wie schon oben beschrieben, eine bestimmte Anzahl an Bewerbern beinhalten und Sie sich die Bewerber auch selbst auswählen können.

Dadurch können Sie individuell auf alle Fragen eingehen und lernen potenzielle Käufer besser kennen. Zudem haben sie kein Risiko, dass eine unbestimmte Anzahl an Personen, wie es bei Massenbesichtigungen üblich ist, Ihre Immobilie besichtigen. Oft sind darunter auch Bewerber, die kein wirkliches Interesse haben.

Einzelbesichtigungen kosten Zeit. Vor Ort und in der Vorbereitung, die wir Ihnen, als Immobilienmakler für Berlin und Umland gern abnehmen.

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2. Anforderungen für einen Besichtigungstermin

Besichtigungstermine stellen an Verkäufer hohe Anforderungen. Nicht allein die Anzahl der Besichtigungstermine erfordert viel zeitlichen Aufwand. Mehrere Besichtigungstermine mit unterschiedlichen Interessenten sollten möglichst koordiniert werden, so dass der Verkäufer seine Zeit intensiv nutzt, ohne dass sich die Interessenten aber gegenseitig im Wege stehen. Da Interessenten aus beruflichen oder persönlichen Gründen oft frühestens in den späten Nachmittagsstunden oder an Wochenenden besichtigen können, müssen Sie als Verkäufer sich auf solche Erwartungen einstellen.

Auch die Persönlichkeit des jeweiligen Kaufinteressenten stellt oft eine Herausforderung dar. Viele Interessenten besichtigen ein Objekt nur aus Neugier, haben aber kein wirkliches Kaufinteresse. Andere fühlen sich überfordert, eine Immobilie im Hinblick auf ihre eigenen Vorstellungen sachgerecht einzuschätzen und sich vorzustellen, ob und wie sie darin wohnen könnten. Kompetente Antworten erfordern also Sachkompetenz, die im Regelfall ein Immobilienmakler am besten einbringen kann. Nicht zuletzt geht es darum, in Verhandlungen mit dem Interessenten einzutreten und zum Ergebnis, sprich zum Notartermin, zu führen. Wichtig ist, einem ernsthaften Interessenten genügend Zeit und Freiraum zu lassen, sich in die Immobilie hinein zu denken. Zeitnot und Ungeduld ruinieren manches Interesse.

Kaufinteressenten sollten Objekte von außen nach innen und vom Keller bis zum Speicher besichtigen. Es empfiehlt sich, bei einem anfänglichen Interesse wenigstens zwei Termine wahrzunehmen. Im ersten Besichtigungstermin geht es um Lage, Größe, Aufteilung und Ausstattung. Im zweiten Termin geht es darum, die Immobilie gründlich im Detail zu prüfen. Es ist nichts Negatives, dass jede Hausgeneration typische Schwachpunkte hat. Sie sollten sich nicht scheuen, darauf einzugehen.

Um späteren Vorwürfen arglistiger Täuschung entgegenzuwirken, sollten Sie zumindest auf Fragen des Interessenten korrekte Antworten geben und Mängel an der Immobilie zugestehen. Angaben ins Blaue hinein sind nicht seriös. Auch das Umfeld ist für Interessenten interessant. Vor allem Ortsfremde wollen wissen, wo sich Supermarkt, Arzt, Kindergarten, Grundschule, Schwimmbad oder Autobahnanschluss befinden und wie die Infrastruktur insgesamt einzuschätzen ist. Informative Antworten erweisen sich stets als positiv.

3. Seriöses und aufgeschlossenes Auftreten

Wie schon in den Anforderungen erwähnt, soll ja nicht nur Ihre Immobilie und der Kaufinteressent einen guten Eindruck hinterlassen, auch Sie als Verkäufer und Immobilienbesitzer wollen einen überzeugenden Eindruck bei Ihren Bewerbern hinterlassen.

Beachten Sie folgende Merkmale und eine Zusage ist schneller bei Ihnen, als gedacht:

  • Wenn Sie bereits aus Ihrer Immobilie ausgezogen sind, dann sollten Sie pünktlich und vor den Bewerbern zum vereinbarten Termin Vorort sein.
  • Die Wahl der Kleidung sollte nicht zu leger wirken.
  • Falls Sie noch in Ihrer Immobilie wohnen, während die Besichtigungen angesetzt sind, dann ist es immer ratsam auch die noch eingerichteten Räumlichkeiten ordentlich zu präsentieren.
  • Bereiten Sie sich auf mögliche Fragen vor, damit Sie auf alles rund um Ihre Immobilie fundierte Antworten geben können.
  • Fragen Sie bei Bedarf auch Ihre Bewerber. Das schafft eine Aufgeschlossenheit und Sympathie. Zudem erfahren Sie so auch mehr über die zukünftigen Eigentümer.

4. Vorteil: Besichtigungen mit Makler

Es besteht auch die Möglichkeit Besichtigungen und alle dafür notwendigen Vorbereitungen von einem Makler durchführen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Sie sich Zeit sparen und alle Schritte in die Hände eines Experten legen und sich entspannt zurücklehnen können. Gemeinsam mit Ihrem Makler besprechen Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche.

Ihr Makler überprüft alle Unterlagen der Bewerber und findet Zahlungsfähige und interessierte Käufer. Danach wird der Besichtigungstermin in Absprache mit Ihnen vereinbart und Ihr Makler lädt die ausgewählten Bewerber zur Besichtigung ein. Die Besichtigung an sich wird auch vom Makler durchgeführt und die Fragen natürlich auch ausführlich beantwortet. Nachdem alle Besichtigungstermine stattfanden, wählen Sie gemeinsam mit der Unterstützung Ihres Immobilienmaklers den neuen Käufer aus.

Ein Makler hat zudem noch weitere Aufgaben, die den kompletten Bereich von Recherche, über Beratung bis hin zur Vermarktung abdecken.

Wenn Sie es zur Rate ziehen, Ihre Immobilie lieber mithilfe eines Maklers zu verkaufen und alle Vorbereitungen in Zusammenarbeit treffen wollen, dann stehen wir Ihnen als Immobilien Makler in Berlin und Brandenburg gerne an Ihrer Seite!

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5. 3 Tipps um den Verkauf zu beschleunigen 

  1. Alle Fragen vorab beantworten:

Beantworten Sie alle Fragen direkt oder am besten schon vorab, indem Sie Informationen zur Größe der Immobilie, Grundriss und Lage bereitstellen.

Es macht immer einen guten Eindruck und wirkt kompetent. Außerdem erspart es Ihnen später Zeit, da Sie nicht immer wieder die gleichen Fragen beantworten müssen.

  1. Nur qualifizierte Interessenten auswählen:

Wählen Sie bereits vorab potenzielle Käufer aus, die sie dann zur Besichtigung einladen. So sparen Sie Zeit bei den Besichtigungen und in Zusammenarbeit mit dem Käufer, weil die Finanzierung und das konkrete Kaufinteresse im Vordergrund stehen sollte. Außerdem wird dadurch ein Risiko von Diebstahl bei einer Massenbesichtigung und Scheininteresse von Leuten, „die nur mal gucken wollen“, vermieden.

  1. Sicherheit durch Information:

Hat Ihr Haus oder Ihre Wohnung Mängel?

Teilen Sie diese vorab und am besten schriftlich mit, um dem Vorwurf von arglistiger Täuschung direkt aus dem Weg zu gehen. Dadurch wissen Ihre Interessenten bereits vor der Besichtigung von allem Bescheid und Sie können sicher sein, dass zu der Besichtigung Käufer mit wirklichem Interesse kommen werden.

Zudem sollten Sie auch um die Lage der Immobilie und Baueigenschaften bestens informiert sein, denn häufig werden auch Fragen zu den Themen Verkehrsanbindung, Umgebung, Bausubstanz, Renovierungsarbeiten, etc., gern gestellt.

6. Fazit

Fassen wir noch einmal kurz zusammen: Bei einem Hausverkauf als Eigentümer sind Besichtigungen feste Bestandteile. Als Vorbereitung dafür haben Sie die Wahl bereits vorab potenzielle Bewerber auszusuchen. Für welche Besichtigungsart Sie sich entscheiden, ist ganz Ihnen überlassen. Wir empfehlen immer Einzel- oder Gruppenbesichtigungen, da sich bei diesen eine beschauliche Anzahl an Bewerbern Ihre Immobilie ansehen und Sie individuell auf alle Fragen eingehen und sich genug Zeit nehmen können. Sie haben außerdem die Möglichkeit sich einen kompetenten Makler als Unterstützung zu holen. Dieser unterstützt Sie in allen Prozessen des Verkaufs und auch in den Vorbereitungen der Besichtigungen. Auf Wunsch können sogar die Besichtigungen von einem Makler durch geführt werden.

Rufen Sie uns unter 030 / 265 875 70 an und wir beraten Sie gerne, oder schreiben Sie uns eine Email.

In unserem kostenlosen Rund-um-Service haben Sie die Möglichkeit Fragen zu stellen und wir geben Ihnen fundierte Antworten und unser Expertenwissen weiter.

Veröffentlicht am: 26.06.2018 | Autor: Julius Hagen

Ein Kommentar zu “Besichtigungstermine – Worauf Sie als Eigentümer achten sollten
  1. Justus Meigen sagt:

    Immobilien sind sehr viel Arbeit, mit der richtigen Zeitplanung aber sehr effiziente Einnahmequellen. Wir haben eine Immobilie verkauft und die Organisation einer Liegenschaftsbewertung hat schon sehr viel Zeit eingenommen. Ich kann Markler auch sehr empfehlen, am besten auf Empfehlung.

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