Veröffentlicht am: 30.03.2021 | Author: Julius Hagen

Fertigkeller oder gemauerter Keller: Wo liegen die Vorteile & Unterschiede?

Der Bau eines Hauses stellt eines der interessantesten und nachhaltigsten Projekte im Laufe des Lebens dar. Jetzt ist die Zeit gekommen, um eine Familie zu gründen und die Mietwohnung aufzulösen. Endlich frei von monatlichen Mietkosten. Raus aus dem Mehrfamilienhaus und rein ins Eigenheim. Davon träumen viele Menschen.

Bauherrn haben vor dem Hausbau jedoch mehrere Überlegungen anzustellen. Zunächst einmal ist es wichtig sich über die Art des Gebäudes sicher zu sein. Soll es ein Fertig- oder ein Massivhaus sein, wie viel Platz wird benötigt und welche zusätzlichen Ausstattungsmerkmale wie hohe Fenster, eine angebaute Terrasse oder ein Balkon sind gewünscht?

Und nicht zuletzt: Soll es ein gemauerter Keller oder ein Fertigkeller sein? Die meisten Menschen kennen die Unterschiede und die Vorteile beider Kellerbauweisen nicht. Der nachfolgende Artikel soll Aufschluss geben. Wer sich danach für einen Fertigkeller entscheiden will, kann sich bei fertigkeller.net weiter informieren.

Deshalb sind Keller praktisch unverzichtbar

Es gibt einen Trend zu beobachten: Immer mehr Bauherrn entscheiden sich bei der Planung ihres zukünftigen Eigenheims gegen die Errichtung eines Kellers. Sie fürchten sich vor entstehender Feuchtigkeit und sehen daher vom Bau ab. Allerdings sind Keller nicht von Grunde ein Problem für die Bausubstanz des jeweiligen Objektes.

Es kommt auf die Durchführung des Baus und den Einsatz der Materialien an. Die Wahl eines seriösen Bauunternehmens verhindert das Aufkommen von Schäden – auch langfristig. Natürlich kann es vereinzelt zu Schwachstellen kommen, doch Baufirmen arbeiten sehr sorgfältig und bieten mittlerweile sogar einen Langzeitservice an.

Der Keller ist dabei mit abgedeckt. Und er bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Zunächst einmal stellt er eine sinnvolle Möglichkeit der Wohnraumerweiterung dar. Viele glauben nicht, dass sie einen Keller zum Unterstellen ihrer Habseligkeiten benötigen. Doch was ist mit der Haustechnik? Diese im Erdgeschoss zu installieren, ist keine attraktive Lösung und nimmt viel Wohnraum weg. Weiterhin sind diverse Geräte – wie etwa Heizgeräte – beim Einschalten und Aktivität mit Geräuschen verbunden. Wer sich daran stört, sollte die Technik unbedingt im Keller unterbringen.

Doch nicht nur dafür ist ein Keller lohnenswert. Er bietet auch genügend Raum zum Ausleben von Hobbys wie Indoor-Sport oder ist ein willkommener Treffpunkt für Freunde, die in der Kellerbar zusammenkommen. Andere nutzen ihn als Hauswirtschaftsbereich. Ob das Bügeln der Wäsche, das Unterstellen diverser Großgeräte wie Ablufttrockner, Waschmaschine und Gefriertruhe – Der Keller hält hierfür genügend Quadratmeter bereit. Immerhin stimmt seine Grundfläche mit der des Hauses überein.

Fahrräder, Gartengeräte und Gartenmaschinen, sowie das eigene Pkw lassen sich bei Anbringung einer Zufahrt problemlos und sicher unterbringen. So sind die hochwertigen und hochpreisigen Gegenstände vor Wind, Wetter und Diebstahl geschützt. Wer möchte, kann sogar Lebensmittel im Keller lagern. Kartoffeln, Äpfel, Karotten, Bananen und andere Leckereien halten sich im Keller länger frisch.

Der Fertigkeller und seine Pluspunkte

Ebenso wie das Fertighaus wird auch der Fertigkeller in einer Produktionshalle hergestellt. Das bedeutet für Bauherrn: geringere Zeitaufwendung für die Bauphase! Der modulare Aufbau des Kellers ist nicht nur schneller fertig. Er ist auch weitaus genauer als der gemauerte Keller. Weshalb dem so ist?

Ganz einfach: Fertigkeller werden von Maschinen hergestellt. Lediglich die Planung findet mittlerweile mithilfe digitaler Programme statt. Anschließend werden die von Architekten gemachten Entwürfe an die Maschinen übertragen, die den Bau ausführen. Maschinen arbeiten äußerst präzise. Jedes Teil befindet sich nach Fertigstellung exakt an der gewünschten Stelle – millimetergenau.

Bauherrn können ihre Wünsche einbringen und den Keller so zu einem Ort absoluten Wohlfühlens machen. Fensterflächen, aber auch Raumstruktur lassen sich den Bedürfnissen der Familie genau anpassen. Das ist vor allen Dingen dann wichtig, wenn es sich später um einen Themenkeller handeln soll.

Manche nutzen ihn als Ort kreativer Entfaltung, andere bewahren darin ihre Werkzeuge auf und machen eine Werkstatt daraus. Jeder hat andere Ideen bezüglich der Kellergestaltung. Aufgrund des Einsatzes von Maschinen ist es möglich alle Bauvorhaben umzusetzen und das innerhalb von meist höchstens einem Monat.

Der Fertigkeller wird genauestens geplant und anschließend errichtet. Die maschinelle Verarbeitung hat einen weiteren Pluspunkt zu bieten: die Energiebilanz! Bei unseren steigenden Energiekosten und dem Thema Klimaschutz ist es umso wichtiger sich Gedanken zu machen und auf eine gute Energiebilanz zu setzen. Beim Fertigkeller sind alle Teile aufeinander abgestimmt.

Wie Lego-Steine passen sie präzise zueinander und so kann es nicht zu einer Verschwendung von Wärme kommen. Im Winter werden sich Bauherrn über diesen Vorteil freuen. Heizenergie bringt vor allen Dingen beim Heizen eines gesamten Gebäudes höhere Kosten hervor, wenn man sich nicht von Anfang an für eine optimierte Bauweise entscheidet.

Warum Bauherrn den Massivkeller bevorzugen

Der gemauerte Keller steigert den Wiederverkaufswert des Gebäudes. Prinzipiell ist auch der Fertigkeller wertsteigernd. In jedem Fall bieten Keller viele Vorteile. Beim gemauerten Keller kommt es auf die richtige Bauweise an. Ist diese gut ausgeführt worden, so kann es nicht zu Problemen kommen. Schimmel durch zu hohe Luftfeuchtigkeit oder durch von außen eindringender Feuchtigkeit hat keine Chance mehr.

Der Keller aus Beton gibt Feuchtigkeit keine Chance. Früher war das anders. Häufige Feuchtigkeitsschäden begünstigten den Wertverlust und führten zu immensen Kosten. Heute ist das bei Wahl des wasserundurchlässigen Betons nicht mehr der Fall.

Möchten Bauherrn einen komplett gemauerten Keller haben, so ist ausreichender Schutz unabdingbar. Gemauerte Keller sind aufgrund ihrer Struktur generell nicht so leicht abzudichten. Mithilfe spezieller Folien und Beschichtungen ist es jedoch auch hier möglich, den Keller vor Schimmel zu schützen. Das Beste am gemauerten Keller ist seine ausgleichende Wirkung auf das Raumklima.

Diese sorgt eben aufgrund der nicht einhundert prozentigen Abdichtung des Kellers gegenüber der Umgebung für einen schnellen Abtransport von Feuchtigkeit aus dem Innenraum. Das Klima im Kellerbereich reguliert sich quasi selbst. Eine ausreichende Belüftung ist dennoch unerlässlich.

Ein weiterer Vorteil des gemauerten Kellers ist seine Flexibilität. Wer aufgrund von Allergien hinsichtlich bestimmter Baustoffe auf die Wahl gewisser Materialien angewiesen ist, kann beim gemauerten Keller aufatmen. Anders als der Fertigkeller besteht dieser nicht aus Beton.

Bauherrn können verschiedene Natursteine auswählen und den Keller so zu einem Blickfang machen. Mit Kalksandsteinen gebaut, sieht der Keller gar nicht mehr wie ein Keller aus. Dann ist er tatsächlich ein exklusiver Raum, der beispielsweise zur Lagerung von Weinflaschen dient und darüber hinaus einen ansehnlichen Raum für Samstagabende bietet.

Bildquelle: © Unsplash / Henry & Co.

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Ein Kommentar zu “Fertigkeller oder gemauerter Keller: Wo liegen die Vorteile & Unterschiede?
  1. molu sagt:

    Danke für den interessanten Beitrag. Beim Haus bauen müssen so viele Entscheidungen getroffen und so viel beachtet werden – Wahnsinn!

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