Auch wenn Immobilienkredite noch nie so günstig wie heute waren, sind die Unterschiede beim Zins zwischen den einzelnen Kreditangeboten der Banken schon enorm. Das Thema der Immobilienkredite ist so vielfältig, dass der Kunde bei den Kreditangeboten schon sehr genau hinschauen muss. Ein Vergleich zwischen den einzelnen Banken und Bausparkassen ist daher zwingend notwendig und unbedingt anzuraten.

Ein Forward-Darlehen zur Anschlussfinanzierung beantragen

Sollte Ihr Darlehen in zwölf bis 66 Monaten auslaufen, so können Sie sich schon heute um eine Anschlussfinanzierung kümmern und ein Forward-Darlehen beantragen. Denn nur wer bereits eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen hat, kann ein Forward-Darlehen beantragen. Dieses Darlehen ist erst seit Ende der 90er-Jahre für Privatpersonen im Angebot. Doch warum sollte solch eine Anschlussfinanzierung gewählt werden? Sie können bereits heute ein Forward-Darlehen beantragen, welches jedoch erst in einigen Jahren ausgezahlt wird. Damit sichern Sie sich die jetzt günstigen Zinsen für die Zukunft. Bis zum Auszahlungszeitpunkt zahlen Sie auch keine Raten und Bereitstellungszinsen werden ebenfalls nicht fällig. Sie können bereits heute die finanzielle Belastung, die in 5 oder 10 Jahren für den Kredit anfällt, auf den Cent genau berechnen. Damit bietet das Forward-Darlehen eine hohe Planungssicherheit.

Immobilienbesitzer können einen Modernisierungskredit nutzen

Wenn Ihr Haus oder Ihre Wohnung schon etwas älter ist, ist oftmals eine Modernisierung notwendig. Solch eine Modernisierung kann sehr teuer sein, ein Modernisierungskredit kann hier helfen. Modernisierungskredite sind zweckgebundene Ratenkredite und sind ausschließlich zur Modernisierung von Haus- oder Wohnungseigentum zu verwenden. Die Summen für solch einen Kredit liegen zwischen 5.000 und 50.000 Euro. Zu beachten ist auch, dass solch ein Kredit nur für Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden darf. Doch welche Maßnahmen zählen zu einer Modernisierung? Beispiele für eine Modernisierung sind:

  • das Dach oder die Außenwände dämmen
  • die Fenster mit Isolierglas versehen oder
  • eine neue energiesparende Heizung einbauen.

Modernisierungsmaßnahmen sind also Maßnahmen, die den Wert der Immobilie steigern lassen. Hierzu können bei der KfW-Bank staatliche Fördermittel beantragt werden.

Eine Sanierung der Immobilie kann recht teuer werden

Sicherlich werden Sie sich jetzt fragen, worin der Unterschied zwischen einer Modernisierung und einer Sanierung besteht. Die Erklärung hierzu ist recht einfach. Wenn der Schaden an einem Haus oder einer Wohnung über eine reine Reparatur hinausgeht, wird von einer Sanierung gesprochen. Hierbei kann es sich um die Erneuerung eines Daches handeln, um eine Erneuerung der Dachhaut in Verbindung mit einer wärmedämmenden Maßnahme oder um den Austausch der Fenster, um einen Lärmschutz sowie eine Wärmedämmung zu erreichen. Für solche Sanierungsmaßnahmen kann der Eigentümer des Hauses oder der Wohnung einen Sanierungskredit beantragen, da die Sanierung den Wert des Hauses oder Wohnung steigert. Diese Kreditart ist besonders für ältere Immobilien zu empfehlen.

Fazit

Benötigen Sie einen Anschlusskredit zu Ihrer bestehenden Immobilienfinanzierung, ist ein Forward-Darlehen angebracht, da Sie dann spätere Zinserhöhungen ignorieren können. Im Falle einer Modernisierung kann eventuell ein KfW-Darlehen hilfreich sein. Falls ein Modernisierungskredit für Sie interessant erscheint, empfehlen wir Ihnen, sich noch weiter zu informieren. Für einen ersten Richtwert können Sie den Modernisierungskredit Rechner verwenden, mit dem Sie die einzelnen Anbieter (Banken) vergleichen können.

Veröffentlicht am: 05.07.2018 | Autor: Julius Hagen

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