Wenn es darum geht, eine Immobilie zu kaufen, stellt dieser Schritt eine der wichtigsten und auch größten Investitionen des Lebens dar. Nicht zuletzt, weil sowohl für Käufer als auch für Verkäufer der Kauf und Verkauf mit einem hohen emotionalen Wert einhergeht. Umso sinnvoller ist es, sich bei dieser Entscheidung professionelle Unterstützung zu suchen. Das gilt privat und gewerblich.

Verwechslungsgefahr: der Unterschied zwischen Immobilienmakler und Immobilienkaufmann

Die Berufe des Immobilienmaklers und Immobilienkaufmanns werden oft miteinander verwechselt oder sogar synonym benutzt. Verwunderlich ist das nicht, denn viele Aufgabengebiete überschneiden sich. In aller Kürze lässt sich der Unterschied der beiden Berufsbilder wie folgt erklären:

Der Immobilienmakler

  • führt Besichtigungen durch
  • ermittelt den Immobilienwert
  • vermittelt zwischen Verkäufer und Käufer
  • akquiriert Kunden, die kaufen oder verkaufen möchten
  • besitzt keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung

Der Immobilienkaufmann

  • kann Maklertätigkeiten übernehmen
  • verwaltet Immobilien als Vermieter und Inhaber
  • hält die Immobilien instand
  • ist Ansprechpartner für die Mieter
  • besitzt eine duale, dreijährige Ausbildung

Aufgepasst – So erkennen Sie einen kompetenten Immobilienmakler

Immobilienmakler ist leider nicht gleich Immobilienmakler, denn es gibt keine klar definierte Ausbildung. Es besteht die Möglichkeit an einen frischen Quereinsteiger zu gelangen oder aber an einen Vollprofi.

Ein guter Immobilienmakler zeigt:

  • Eigeninitiative
  • Interesse am Immobilienmarkt
  • Verhandlungsgeschick
  • Einfühlungsvermögen
  • Gespür für Kundenwünsche

Er steht seinen Kunden bis zum Abschluss einer erfolgreichen Suche mit Rat und Tat zur Seite und erklärt ausführlich, wie seine Planung aussieht. Außerdem nimmt er an kontinuierlichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten teil. Insbesondere in Ballungsräumen wie Berlin, Köln, München & Co. ist ein guter Makler unerlässlich

Auf diese Dinge sollten Sie bei der Suche nach einem Immobilienmakler achten

Mittlerweile werden nahezu die Hälfte aller Wohnungs- und Hausverkäufe in Deutschland über entsprechende Immobilienmakler abgewickelt und nicht selten klingen die Angebote verlockend.

Bei einer Besichtigung gibt es dennoch oft böse Überraschungen. Bevor Sie einen Kaufvertrag unterschreiben, sollten Sie auf diese Dinge achten:

1. Da es keine gesetzliche Ausbildung gibt, müssen Sie selbst auf die Kompetenz des Maklers achten. Beobachten Sie, ob der Immobilienmakler der Wahl dazu in der Lage ist, Ihre Fragen kompetent und zügig beantworten kann. Ziehen Sie im Zweifelsfall einen Architekten oder Bauingenieur zur Besichtigung hinzu.

2. Makler dürfen sich regulär auf die Angaben des Eigentümers/Verkäufers verlassen. Sie sind nicht dazu verpflichtet, diese zu prüfen. Natürlich macht Sie der Makler auf Baumängel aufmerksam und darf keine Falschangaben machen, da Sie sonst Anspruch auf Schadensersatz geltend machen können.

3. Einige weniger gute Makler versuchen, ihre Käufer unter emotionalen Druck zu setzen. Insbesondere Angaben über weitere Interessenten gehören dazu. Finger weg davon! Nehmen Sie sich bei Besichtigungsterminen zusammen mit Ihrem Makler Zeit und lassen Sie sich niemals unter Druck setzen.

4. Ein paar schwarze Schafe nutzen die Kalt-Akquise und bieten Immobilien ohne Auftrag des Eigentümers an. Häufig finden Sie dann Bilder von Außenansichten auf diversen Plattformen. Seriöse Immobilienmakler gewähren Ihnen einen Einblick in relevante Unterlagen wie Grundrisspläne, einen Grundbuchauszug oder auch den Energieausweis.

5. Die nachträgliche Provision wird immer noch gern versucht. Grundsätzlich haben Makler einen Anspruch auf eine Provision, die häufig zwischen 3,5 und 7 % des Kaufpreises liegt. Allerdings müssen die Makler von vornherein auf diese Zahlungsverpflichtung hinweisen.

Tipp:

Beim Hauskauf kommen häufig Begriffe, die Sie vielleicht noch nicht gehört oder sich noch nicht mit ihnen beschäftigt haben. So zum Beispiel: Abstandsfläche, Beleihungsgrenze oder Kommunales Abgabengesetz. Um Ihnen zu helfen, die Fachbegriffe der Immobilienwelt zu verstehen, bieten wir Ihnen unser Immobilienlexikon an.

Fazit

Wenn Sie sich auf die Unterstützung eines Immobilienmaklers verlassen wollen, achten Sie besonders auf die professionelle Kompetenz des Maklers. Wählen Sie einen Makler, der auf Ihre Wünsche eingeht und diese so lange moderiert, bis beide Parteien mit einem guten Gewissen zum Notar gehen können.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Makler aufbauen und diskret mit ihm zusammenarbeiten können. Ein guter Makler zeigt ihnen neue Wege auf, hilft Ihnen bei der Lösung von Problemen und steht Ihnen auch nach Kaufabschluss mit einem Netzwerk an Dienstleistern zur Seite. Neben uns, immoeinfach.de, als Immobilienmakler für Berlin, können wir hier zum Beispiel auf die Immobilienmakler in München von Rooms4 verweisen.

Bildquelle: © energepic.com – Pexels

Veröffentlicht am: 02.09.2019 | Autor: Julius Hagen

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