Duschen und Baden kann äußerst entspannend sein – sofern die Temperatur im Badezimmer stimmt. Die passende Beheizung spielt also eine große Rolle. Besonders effektiv ist eine Infrarotheizung. Mit diesem Heizsystem können Sie Ihr Badezimmer sehr schnell und punktuell beheizen. Lesen Sie mehr über 5 Vor- und Nachteile der Wärmewellenheizung im Badezimmer.

Infrarot- und Konvektionsheizungen: ein Vergleich

Grundsätzlich wird zwischen zwei Beheizungsformen unterschieden: Konvektions- und Strahlungsheizungen. Konvektionsheizungen erwärmen die Raumluft und erzeugen gleichzeitig eine Luftzirkulation. Die erwärmte Luft wandert in Richtung Decke und verdrängt dort die kalte Luft.

Es dauert relativ lang, bis sich die warme und kalte Luft gut durchmischt haben. Bei einer Konvektionsheizung brauchen Sie daher viel Geduld, bis sich eine angenehme Raumtemperatur entwickelt. Hinzu kommt: Die Luftzirkulation bewirkt große Temperaturunterschiede zwischen Fußboden und Decke. Dadurch haben Sie bei einer Konvektionsheizung meist einen warmen Kopf, aber dennoch kalte Füße.

Bei der Infrarotheizung funktioniert die Raumerwärmung anders. Sie erwärmt nicht die Luft, sondern Decke, Wände, Fußboden, Möbel und den Menschen selbst. Die Wärme wird in den verschiedenen Objekten aufgenommen. Danach wird sie gleichmäßig im Raum verteilt abgegeben. Durch diese Wärmeabgabe ist die Temperatur in Bodennähe und im Bereich der Decke gleich.

Infrarotheizung: Haupt- oder Zusatzheizung?

Eine Infrarotheizung im Badezimmer können Sie entweder als Haupt- oder Zusatzheizung verwenden. Orientieren Sie sich bei der Entscheidung am besten daran, wie viel Zeit Sie jeweils im Badezimmer verbringen.

Eine Infrarotheizung als Hauptheizung empfiehlt sich nämlich vor allem dann, wenn Sie sich länger im Badezimmer aufhalten. Auch wenn in Ihrem Haushalt viele Personen leben, macht eine solche Beheizungsform Sinn.

Als Zusatzheizung eignet sich die Wärmewellenheizung, wenn Sie sich nur für eine begrenzte Zeit im Badezimmer aufhalten. Vor allem in Ein- bis maximal Zwei-Personen-Haushalten macht es Sinn, die Infrarotheizung nur als zusätzliche Beheizung einzusetzen.

Nun kennen Sie bereits den Unterschied zwischen den Heizungstypen – aber was davon ist nun tatsächlich besser? Im Anschluss finden Sie fünf Argumente, die vielleicht bei der Entscheidung weiterhelfen können.

1. Viele Designmöglichkeiten

Infrarotheizungen können sehr gut versteckt werden. Während sich konventionelle Heizungen in der Regel negativ auf das Raumdesign auswirken, können Infrarotheizungen ästhetisch integriert werden.

Infrarotheizungen für das Badezimmer gibt es beispielsweise in den folgenden Designmöglichkeiten:

  • Spiegel als Heizung: Als Spiegel und Heizung zugleich erfüllt diese Infrarotheizung zwei Funktionen auf einmal.
  • Wandinfrarotheizung: fungiert gleichzeitig als Handtuchhalter – in einem gewissen Abstand zum Heizungspaneel können die Handtücher getrocknet werden.
  • Bildheizung: Mit einem Bildmotiv bedruckt, stellt sich die Infrarotheizung erst auf den zweiten Blick als funktioneller Gegenstand heraus.
  • Infrarotheizung an der Decke: Der Fußboden wird direkt angestrahlt, wodurch keine Fußbodenheizung benötigt wird. Achtung: Das Heizpaneel sollte niemals unmittelbar oberhalb der Dusche bzw. der Badewanne angebracht werden.

2. Infrarot erzeugt ein positives Raumklima

Eine Infrarotheizung führt zu einem gesunden sowie angenehmen Raumklima. Die ausgesandte Infrarotstrahlung wird wie das wärmende Sonnenlicht empfunden. Sie kann tief in die Haut eindringen. Dadurch erhalten Sie das Gefühl, dass die Strahlen Sie von innen heraus wärmen.

Die Infrarotheizung erwärmt das Badezimmer vollkommen gleichmäßig. Das bedeutet neben einem geringen Wärmeverlust außerdem, dass sich weniger schnell Schimmel bilden kann. Das Kondenswasser kann sich nämlich durch die Infrarotwärme nicht an den Wänden ablagern.

3. Infrarot kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken

Da die Infrarotstrahlung tief in die Haut eindringt, kommt es zu einer sehr entspannenden Wirkung auf den gesamten Körper. Die Strahlung bewirkt nicht zuletzt deshalb einen wohltuenden Effekt, weil das Infrarot an die Wärme von natürlichen Sonnenstrahlen erinnert.

Infrarotwärme kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. So werden die Strahlen beispielsweise in der Medizin eingesetzt, um Verspannungen zu lösen. Einerseits stärken sie das Immunsystem und regen die Blutzirkulation an. Andererseits ist die Infrarotwärme besonders gut für Menschen mit Allergien, Asthma oder Rheuma geeignet.

Warum? Das ist schnell erklärt: Weil beim Einsatz einer Infrarotheizung die Luftfeuchtigkeit erhalten bleibt, trocknen die Schleimhäute nicht aus. Weil die Luft nicht zirkuliert, werden zudem keine Staubpartikel aufgewirbelt. Somit haben sowohl Allergiker als auch Asthmatiker weniger Atembeschwerden. Schmerzen und Muskelverspannungen werden durch die Infrarotstrahlung vermindert, was sehr positiv für Rheumatiker ist.

4. Heizen mit Strom: der Kosten- und Umweltfaktor

Infrarotheizungen werden mit Strom betrieben. Weil die Strompreise stetig ansteigen, ist diese Form der Beheizung nicht immer die günstigste Variante. Um den benötigten Heizbedarf und die damit verbundenen Kosten zu kalkulieren, kann ein Heizbedarfsrechner einen ersten Überblick geben. Aufmerksamkeit ist außerdem gefragt, was die Art der Stromquelle angeht: Wird z. B. der Strom aus einem Kohle- oder Atomkraftwerk gespeist, ist diese Form der Beheizung nicht nachhaltig.

Heißt das nun, dass Infrarotheizungen pauschal eine schlechte Entscheidung sind? Nein, denn: Eine Infrarotheizung im Badezimmer wird niemals dauerhaft benutzt. Wer also darum bemüht ist, diese Beheizungsform gezielt einzusetzen, zahlt dementsprechend weniger dafür. Aus ökologischer Perspektive können Infrarotheizungen sogar klimaneutral sein, wenn der dafür verwendete Strom von erneuerbaren Energien kommt.

5. Die Heizungsplanung als trickreiche Angelegenheit

Es kann Nachteile mit sich bringen, wenn das Infrarot-Heizsystem falsch geplant wird. Sollte die Heizung beispielsweise falsch positioniert sein, kann sie das Badezimmer nicht effektiv genug erwärmen. Um die sinnvollste Platzierung für das Heizpaneel zu finden, sind oft aufwändige Berechnungen nötig, wie sie ein Heizungsberater professionell durchführen kann.

Einerseits fallen dadurch zusätzliche Kosten an. Andererseits kann es sein, dass der Heizungsberater von einer Infrarotheizung abrät, weil er nur sehr niedrige Provisionen dafür beziehen kann. Womöglich entgeht Ihnen so ein Heizsystem, das theoretisch ideal für Ihre Zwecke gewesen wäre…

Ob eine Infrarotheizung für das Badezimmer die beste Wahl ist, hängt – wie so oft – von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Infrarotheizungen eine gute Alternative zu konventionellen Heizsystemen im Badezimmer sind: Sie lassen ein angenehmes Raumklima entstehen, das an die Wärme der Sonnenstrahlen erinnert. Die Vorteile der Infrarotheizung überwiegen. Worauf warten Sie also noch? Holen Sie sich die Sonne in Ihr Badezimmer!

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Veröffentlicht am: 14.11.2019 | Autor: Ivo Hagen

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