Bekanntlich finden ja die besten Partys in der Küche statt – allerdings müsste man dafür erst einmal eine besitzen. Eine neue Küche zu planen, ist nicht ganz einfach. Viele Faktoren müssen bei der Planung der Traumküche bedacht werden – deshalb ist es wichtig, sich vor dem Gang zum Küchenstudio ein ausgefeiltes Konzept zu machen: Beispielsweise genau zu überlegen, welche Ausstattung man möchte oder welcher Stil am besten zum Rest des Hauses bzw. der Wohnung passen würde. Besonders in überfüllten Großstädten mit hektischem Verkehr und stark steigenden Mietpreisen, wie z. B. in Berlin, scheint das Internet der beste Weg zu sein, seine Traumküche zu finden. Warum das ein Trugschluss ist und weshalb ein Besuch beim Küchenstudio vor Ort sinnvoll sein kann, wird im Folgenden verraten. Nur so viel vorab: Oft ist ein Mix aus Inspiration aus dem Internet suchen und dem Kaufvertrag vor Ort mit einem realen Menschen, der im persönlichen Gespräch besser beraten kann als es jeder Computer könnte, immer noch das Beste.

Fragen über Fragen: Eine Checkliste für den Küchenkauf

Eine Küche ist kein Spontankauf wie z. B. neue Bettwäsche. Deswegen gelten hierbei auch andere Rahmenbedingungen, denn man möchte ja lange Freude an der Küche haben. Weil sich Anschlüsse und schwere Schränke nicht so einfach wieder verlegen beziehungsweise umstellen lassen, sind Fehler bei der Küchenplanung mehr als nur ärgerlich. Für eine perfekte Küche sollte man sich deshalb vorab folgende Fragen beantworten:

  • Welche Geräte werden gebraucht?
  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Gemütlich oder funktional?
  • Aus welchem Material sollen die Küchenmöbel sein?
  • Kochnische oder Kücheninsel?
  • Wie viel Stauraum ist notwendig?
  • Welche Geräte sollen eingebaut werden?
  • Wie sieht der Grundriss aus?
  • Wo liegen die Anschlüsse?
  • Offene oder geschlossene Küche?
  • Wie viele Fenster hat der Raum und wo sind diese?
  • Welchen Stil soll die Küche haben?
  • Wie viel Budget steht zur Verfügung?

Küchenplanung – erste Überlegungen

Was anfangs noch unendlich kompliziert wirkt, wird mit einer Checkliste, die Zeit, Geld und Nerven spart, im Handumdrehen kinderleicht. Einige Entscheidungen, wie Fragen nach den Küchenmöbeln, den Geräten oder der Gestaltung des Essbereichs können einem nicht abgenommen werden. Andere bedingen sich aus den Gegebenheiten, d. h. man hat keine Entscheidungsfreiheit, wenn an der Stelle, wo man gerne Oberschränke hätte nun mal ein Fenster ist. Oder wenn der Anschluss für Wasser einfach in der anderen Ecke des Raumes ist. Natürlich gibt es Mittel und Wege, aber diese wären ungeheuer kostenintensiv wie aufwändig, außerdem nur im Eigenheim möglich. Wo wir bei der dritten Entscheidungseinschränkung angekommen wären: Das Budget.

Eine Checkliste für die neue Traumküche

1. Inspiration suchen

Der erste Schritt hin zur perfekten Traumküche ist die Inspiration. Ohne eine leise Ahnung zu haben, wie die neue Küche aussehen soll, wird es ein nahezu unmögliches Unterfangen sein, die passende Küche zu finden. Deshalb sollte man sich Zeit nehmen, um sich von bewussten oder unbewussten Inspirationen leiten zu lassen.

Mögliche Inspirationsquellen sind:

  • Träume
  • Werbung (Print, TV, Internet)
  • Filme und Serien
  • Schaufensterbummel
  • Die Küche von Freunden, Bekannten und Verwandten
  • Besuche im Möbelhaus (Schauküchen, Küchenkataloge, etc.)

Wie man sehen kann, sind die Möglichkeiten, ein Bild der neuen Küche vor Augen zu haben, mannigfaltig. Hat sich der Wunsch nach einer neuen Küche erst einmal manifestiert, kann man diesen Prozess der Inspiration durchaus beeinflussen und gezielt steuern. Neben zahlreichen Küchenkatalogen in analoger oder digitaler Form, sowie begehbaren Küchenstudios oder aktuellen Ausstellungen, ist natürlich das Internet das Medium schlechthin, um eine konkrete Vorstellung der eigenen Traumküche zu finden.

Gezielte Anregungen findet man oftmals:

  • In Katalogen
  • Auf Messen
  • Im Möbelhaus oder beim Küchenberater vor Ort
  • Im Internet

Hat man dank einer dieser Quellen eine ganz bestimmte Küchenform oder ein spezielles Design einer Küche vor Augen und sitzt gedanklich bereits am Küchentisch vor lecker zubereiteten Speisen, kann man den nächsten Schritt beschreiten.

2. Budget festlegen

Dieser Schritt ist mit Abstand der wichtigste, um den Rahmen für den Anschaffungspreis festzulegen. Ein zu kleines oder zu knapp kalkuliertes Budget kann das ganze Projekt zum Scheitern verurteilen. Es ist also unumgänglich, sich ehrlich mit der Frage zu beschäftigen, wie viel Geld man für die neue Küche ausgeben möchte bzw. kann. Eine Analyse der persönlichen Finanzen und Rücklagen ist an dieser Stelle deshalb zwingend notwendig. Grundsätzlich sollte man als grobe Richtlinie folgende Aufteilung immer im Blick behalten.

  • 70 % des Budgets für die Kosten der Küchenplanung an sich (Form und Stil)
  • 25 % des Budgets für die Kosten aller gewünschten Küchengeräte sowie die Küchenausstattung
  • 5 % des Budgets für die Entsorgung der alten Küche sowie die Lieferung und Montage der neuen Küche

Achtung: Im Zuge der Küchenplanung können immer unerwartete Veränderungen und Kosten entstehen. Kalkulieren Sie aus diesem Grund niemals zu knapp!

3. Wunschliste

In einem ruhigen Moment sollte man nun gemeinsam mit dem Partner oder der Familie eine wohl überlegte Wunschliste für die perfekte Traumküche zusammenstellen. Für diesen Schritt sollte man unbedingt mehr Zeit einplanen und nichts überstürzen.

Welche Küchengrundform soll es sein?
Hier geht es um die Festlegung der Küchengrundform:

  • L-Form
  • U-Form
  • einzeilige oder zweizeilige Küche

Wichtig ist auch genügend Stauraum, da er die Ordnung von Küchenutensilien und Vorräten immens erleichtert. Je nach persönlicher Vorliebe und Grundriss kann man sich überlegen, ob man jeden Zentimeter nutzen möchte oder lieber ein Freund des Mottos „Mut zur Lücke“ ist.

Welcher Küchenstil darf es sein?
Hierbei sollte man berücksichtigen, dass die Küche nicht für sich allein, wie im Möbelhaus steht, sondern in den Wohnstil des restliches Hauses eingebunden ist. Um einige Stilformen zu nennen:

  • Landhausküche
  • Holzküche
  • Edelstahlküche

Welche Fronten soll die Traumküche haben?
Die Auswahl an Farben, Materialien und Formen ist scheinbar unendlich. Deshalb sollte man sich grob festlegen, welche Töne man möchte: Natürliche Materialien, unauffällige, zeitlose oder lieber moderne Trendfarben.

Welche Küchengeräte werden benötigt?
Welche möchte man und in welcher Ausführung sollen sie gekauft werden? Vom Kühlschrank über den Herd bis hin zu Mikrowelle und Spüle sollte man nun genau festlegen, welche Küchengeräte man in der Traumküche möchte und wie diese aussehen sollten. Wichtig ist es hierbei, auf energieeffiziente Geräte zu setzen, nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch um die monatliche Stromrechnung gering zu halten. Auch die Wahl der Beleuchtung kann mit modernen Leuchtmitteln langfristig viel Strom sparen.

4.Die Umsetzung

Nun geht es ans Eingemachte: Der Weg zum Küchenstudio des Vertrauens steht an. Oftmals fällt die Wahl auf einen Händler vor Ort oder zumindest in der Nähe. Hier findet der Küchensuchende im persönlichen Gespräch die optimale Beratung. Verkäufer haben meist spezialisierte Programm, mit denen sich problemlos Grundriss und virtuelles Einbauen nach den persönlichen Vorstellungen visualisieren lassen. Ist der Vertrag erst einmal abgeschlossen, heißt es warten und freuen, bis die fertig geplante Küche geliefert wie montiert wird.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Blog und getaggt , .

Veröffentlicht am: 10.03.2020 | Autor: Julius Hagen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.