Was vielleicht vor einiger Zeit noch als futuristisch und nicht durchsetzbar galt, findet sich heute in vielen Haushalten wieder und wird auch im Hinblick auf die Zukunft immer bedeutender sein. Die Rede ist von Smart Home-Techniken, die einfach zusteuern und in das alltägliche Wohnen zu Hause integriert werden können. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen die Besonderheiten eines smarten Wohnens vor. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch gerne unsere Blogbeiträge zu den Themen Tiny House – Was steckt hinter der modernen Wohnform? und Immobilien der Zukunft.

Inhalt:

  1. Definition Smart Home
  2. In diesen Bereichen kann Smart Home eingesetzt werden
  3. Was wird zur Smart Home-Installation benötigt?
  4. Vor- und Nachteile von Smart Homes
  5. Fazit

1. Definition Smart Home

Wortwörtlich übersetzt bedeutet Smart Home „intelligente Haustechnik“ oder auch „Heimautomatisierung“. Ein Smart Home ist ein Zuhause, bei dem alle Haushaltsgeräte wie beispielsweise Waschmaschine, Kaffeemaschine und auch Multimedia-Geräte wie zum Beispiel Fernseher und Stereoanlagen mit einer Basisstation und der dazugehörigen App auf einem Smartphone oder Tablet miteinander vernetzt sind und auch aus der Ferne gesteuert werden können. So können mit Smart Home-Techniken Geräteeinstellungen auch unterwegs angepasst und verändert werden. Zudem werden Sie schnell benachrichtigt, falls jemand versuchen sollte im Haus einzubrechen, wie der aktuelle Stand des Energieverbrauchs ist und ob ein Gerät erste Anzeichen von Schaden aufweist.

2. In diesen Bereichen kann Smart Home eingesetzt werden

Smarte Heimautomatisierungen lassen sich in unterschiedlichen Bereichen eines Hauses oder einer Wohnung einsetzen, installieren und verwenden. Ob Sie sich dafür entscheiden Ihr komplettes Haus in ein Smartes Home umzuwandeln oder nur Teilelemente und anfangs mit einer Sache beginnen, ist Ihnen selbst überlassen. Es gibt folgende Möglichkeiten Smart Home-Elemente zu integrieren:

Smart Home zur Steuerung von Heizungen und Wärmeregulierung

Smarte Thermostate können mithilfe einer App die Wärmezufuhr in Heizkörpern regulieren. Dabei können Sie entscheiden, wann die Heizung automatisch angehen oder ausgehen soll. Sind Sie beispielsweise auf dem Weg nach Hause, können Sie bereits in der Bahn oder im Auto das Thermostat steuern und die Heizung wird eingeschaltet, sodass es im Haus schon gemütlich warm ist, wenn Sie durch die Haustür kommen, ohne dass alle Heizungen erst einmal angestellt werden müssen. Andere smarte Thermostate können sich dem eigenen Heizverhalten anpassen. Für die Benutzerkontrolle gibt es verschiedene Smart Home-Apps, mithilfe derer Sie Smart Home-Techniken steuern können und diese auch jederzeit individuell anpassen können. Entscheiden Sie selbst, ob sich die Heizung nach der Arbeit schon um 17 Uhr einschalten soll, oder ob Sie spontan noch einen Sportkurs besuchen wollen und sich die Heizungen dann erst gegen 19 Uhr einstellen. Planungsänderungen lassen sich somit benutzerfreundlich und leicht innerhalb der App vermerken und regulieren.

Jemand der auf Smart Home Display tippt

Smart Home-Techniken zur Überwachung potenzieller Einbrüche

Bestimmte Überwachungskameras können ebenso mit einer Smart Home-App verbunden und gesteuert werden. Diese erkennen in den meisten Fällen Bewegungen und zeichnen Bilder in bester Qualität auf, die direkt auf Ihr Smartphone gesendet werden. So können Sie in den Urlaub fahren und kommen nicht wieder, wenn der Einbruch schon stattgefunden hat. Denn aufgrund der schnellen Kommunikation zwischen der Kamera, dem Speichern der Fotos und dem Zusenden der Bilder auf Ihr Handy, können Sie auch im Urlaub handeln und rechtzeitig die Polizei rufen.

Smart Home-Kameras unterstützen die Hausüberwachung, aber schützen dieses nicht vor Einbrechern. Zum Schutz vor Diebstählen, sollten Sie vorrangig Ihre Türen und Fenster sichern und mit bestimmten Schlössern und gegebenenfalls weiteren Elementen ausstatten. Auskunft darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen am besten funktionieren, erhalten Sie häufig im zuständigen Polizeiamt Ihrer Wohngegend, die Sie zwecks Sicherheit und Schutz vor Einbrüchen beraten.

Smart Home-Elemente als Helfer für den Haushalt

Verschiedenste Haushaltsgeräte besitzen bereits Smart Home-Techniken, um den Verbrauchern den Haushalt zu erleichtern und typische Aufgaben wie Staubsaugen oder Kaffeekochen, einfach von selbst übernehmen, ohne dass Sie viel Hand anlegen müssen. Regulierung und Steuerung der Geräte per App oder Knopfdruck erleichtern so manche Arbeit im Haushalt und schenkt Ihnen mehr Zeit für die schönen Dinge. Beispielsweise gibt es Staubsaugroboter, die von allein durch alle Räume des Hauses fahren und Staub auch in den Ecken beseitigen. Einige sind sogar so weit entwickelt, dass diese auch leichte Erhöhungen überwinden können.

Smart Home-Beleuchtung

 Auch die Innenbeleuchtung eines Hauses oder einer Wohnung kann per Smartphone oder Tablet gesteuert und verändert werden. Eine Smart Home-Beleuchtung richtet sich auf Effektivität aus und kann per Klick in der App im kompletten Haus oder Teilbereich aus- oder angeschaltet werden. Die Intensität des Lichtes kann über Smart Home-Elemente variiert werden und je nach Tages- und Jahreszeit angepasst werden. Interessant zu wissen ist auch, dass bestimmte Glühbirnen auf Bewegung reagieren und im Falle eines Einbruches in einer grellen Farbe als Warnung aufleuchten.

Smart Home steuert auch Multimedia-Geräte

Smarter Lautsprecher im WohnzimmerDurch das Verkoppeln verschiedener Multimedia-Geräte kann auch wieder per App Musik in bevorzugten Räumen und zu bestimmter Zeit erklingen. Dafür notwendig ist ein Lautsprecher, der mit der Smart Home-Funktion und dem persönlich bevorzugten Musik-Streaming-Anbieter kompatibel ist. Zudem kann auch der Fernseher bequem im Nebenraum eingeschaltet werden, während man beispielsweise noch das Popcorn in der Küche zubereitet. Automatisch kann sich in diesem Zusammenhang auch die Lichtintensität verändern lassen oder Fensterrollläden zur Dämmung heruntergefahren werden.

3. Was wird zur Smart Home-Installation benötigt?

Wer sein zu Hause in ein Smart Home verwandeln möchte, der benötigt dafür einige grundlegende Dinge, die für die Installation notwendig sind. Die wichtigste Grundlage für Smart Home-Techniken sind Smartphones oder Tablets, die als Steuerung dienen. Weiterhin sollten eine WLAN-Verbindung und ein Internetanschluss vorausgesetzt werden. Wichtig zu beachten ist, dass die meisten Smart Home-Installationen ohne Kabel, also drahtlos funktionieren. Möchten Sie verschiedene Elemente in Ihrem Zuhause integrieren und miteinander verknüpfen wie beispielsweise intelligente Thermostate, eine Kamera und Multimedia-Steuerung, dann sollten Sie eine Home Base einrichten. Diese Basisstation vereint alle Funktionen und Steuerungen, die Sie auch per App bestimmen. Zudem können mit dieser Basisstation auch „Wenn-Dann-Bestimmungen“ erstellt werden. Eine solche Bestimmung könnte zum Beispiel wie folgt lauten: Beim Betreten des Bades erklingt ruhige Wellnessmusik. Es gibt verschiedene Anbieter von Smart Home-Techniken, die allerdings untereinander nicht kombinierbar sind. Dennoch besitzen die meisten Anbieter ähnliche Modelle, auch in unterschiedlichen Preisspannen. Bei einigen Anbietern sind auch sogenannte Smart Home Starter-Sets erhältlich. Jedes Element lässt sich mit der dazugehörigen App auf Ihrem Smartphone oder Tablet steuern.

4. Vor- und Nachteile von Smart Homes

Die Vorteile eines Smart Homes sind ganz klar erhöhte Sicherheit, Energieeinsparung und Hinweise auf eventuelle defekte Leitungen, Wasserschläuche oder Haushaltsgeräte. Aufgrund der Verknüpfung mit einer App kann bequem von unterwegs beispielsweise das Licht eingeschaltet werden und Elektrogeräte wie Waschmaschine oder Haartrockner ausgeschaltet werden, falls Sie auf dem Weg zur Arbeit bemerken, diese noch angelassen zu haben. Falls es zu defekten Wasserschläuchen oder Stromverbindungen kommen sollte, wird durch Smart Home-Installationen direkt eine Nachricht auf Ihr Smartphone gesendet, um Sie darüber zu informieren und um größere Schäden zu vermeiden. Im Falle eines Einbruchs zeichnet eine Smart Home-Kamera die Bewegung auf und macht Fotos, die innerhalb weniger Sekunden an die damit verbundene App oder direkt als SMS versendet werden.

Eine der wenigen Nachteile von intelligenter Haustechnik sind zum einen, dass die unterschiedlichen Produkte und Systeme verschiedener Hersteller und Anbieter nicht untereinander kombinierbar und kompatibel sind. Zum anderen ist eine Vollausstattung des gesamten Hauses in Form von Smart Home-Technik preisintensiv und die einmalige Installation und Einführung in die Steuerung zeitintensiv. Ist alles installiert und finden Sie sich mit den App-Einstellungen und der Steuerung der einzelnen Geräte zurecht, ist Smart Home-Technik eine große Hilfe und vereinfacht ein entspanntes Wohnen.

5. Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Smart Home-Techniken den Alltag zuhause erleichtern und sich im Hinblick auf die Zukunft positiv auswirken. Interessieren Sie sich sehr für dieses Thema, dann finden Sie unter Home and Smart sehr ausführliche Informationen zu allen Themen rund um Smart Homes und intelligente Haustechniken.

grafische Darstellung eines Hauses mit Smart Home-Technik

Bildquelle:

© AndSus – fotolia.com

© zhu difeng – fotolia.com

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Blog und getaggt , .

Veröffentlicht am: 01.11.2018 | Autor: Rike Niemann

Ein Kommentar zu “Smart Home: Zuhause rund um sicher und effektiv gestalten
  1. Immobilienmakler München sagt:

    In der heutigen Zeit wird die Vernetzung für viele Zielgruppen immer wichtiger. Da ist Smart-Home ganz vorne mit dabei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.