Der eigene Garten, unabhängig davon, ob er direkt am Haus, in einer Gartenanlage oder auch auf dem Campingplatz ist, kann die Lebensqualität erheblich steigern. Er ist die Oase im Alltag, der Hort der Ruhe, eine Möglichkeit, sich zu entspannen oder einmal Dampf abzulassen. Damit der Garten jedoch diese Aufgaben erfüllen kann, muss er ansprechend gestaltet sein. Hier gibt es kein »richtig« und kein »falsch«, denn jeder Mensch hat andere Ansprüche an den Garten und eigene Bedürfnisse. Die einen fühlen sich in einem naturbelassenen Garten wohl, die nächsten wünschen sich Ordnung und klare Linien, die anderen wissen eine Mischung aus allem zu schätzen. Dieser Artikel zeigt auf, wie der jeweilige Garten gut gepflegt werden kann und was bei der Gestaltung zu beachten ist.

Abbildung 1: Der eigene Garten kann zu einem Ort der Entspannung werden – doch was ist dabei zu beachten?

Tipps zur Gartenpflege

Die Gartenpflege ist ein wichtiger Punkt in der Gartengestaltung. Denn um die Lebensqualität zu erhöhen und den Garten zu genießen, ist die Pflege ungemein wichtig. Dabei kommt es auf folgende Punkte an:

  • Zeit – wie viel Zeit steht überhaupt zur Verfügung? Es gibt wunderbar prachtvolle Gärten mit Blumenterrassen, traumhaft bepflanzten Steinen, Ampeln, Schubkarren zwischen Rasenflächen und Beeten in Etagen. Vielfach bedeuten solche Gärten aber einen enormen Arbeitsaufwand. Wer ohnehin immer knapp bei Zeit ist, sollte eine pflegeleichte Form wählen.
  • Einschränkungen – sind körperliche – oder gesundheitliche – Einschränkungen vorhanden? Im Alter fallen viele Gartenarbeiten nicht mehr so leicht. Aber auch in jüngeren Jahren kann es Probleme geben. Wer unter starkem Heuschnupfen oder einer Sonnenallergie leidet, sollte den Garten auch so planen, dass die Pflege einmal ausbleiben kann.

Ansonsten gibt es für viele Probleme auch wunderbare Lösungen. Ist im Garten allgemein nicht viel Platz und wollen die Kinder Raum zum Spielen, bieten sich Hochbeete an – diese ermöglichen es nicht nur, frühzeitig anzupflanzen, sie lassen sich im Alter auch bestens pflegen. Für Rasenflächen gibt es natürlich auch einige Hilfsmittel:

  • Rasenmäher – elektrische Rasenmäher eignen sich gut für kleinere und mittelgroße Rasenflächen. Selbst das Kabel ist heute kein Problem mehr, da viele Rasenmäher einen Akku besitzen, der diese Flächen mühelos schafft. Wer einen größeren Garten hat, sollte überlegen, ob nicht eventuell ein Rasentrecker sinnvoll ist. Im Sitzen geht das Mähen wesentlich einfacher von der Hand.
  • Vertikulierer – auf vielen Rasenflächen wächst viel Grün, nur nicht sonderlich viel Gras. Das liegt oft daran, dass der Untergrund nicht ausreichend belüftet ist. Einst musste der Rasen mühsam von Hand vertikuliert werden, heute geht die Arbeit mit elektrischen Vertikulierern wesentlich einfacher von der Hand.

Natürlich müssen die Gartengeräte immer passend zum Garten ausgewählt werden. Es schadet übrigens auch nicht, schon im jungen Alter an den eigenen Komfort zu denken und auf Sitzbänke oder Sitzhocker bei der Gartenarbeit zu setzen.

Gartengestaltung leicht gemacht

Die eigentliche Gestaltung des Gartens hängt von den eigenen Bedürfnissen und den Nutzern des Gartens ab. Natürlich entscheidet auch die Größe, doch selbst die kleinsten Reihenhaus- oder Campinggärten lassen sich mit Geschick in wahre Prachtgärten wandeln. Einige Tipps:

  • Kinder miteinbeziehen – die Gestaltung sollte mit von den Kindern geplant werden. Was wünschen sie sich? Kinder wünschen sich meist einen Platz zum Toben, sind aber auch von eigenen Pflanzecken begeistert. Viele Kinder entdecken im heimischen Garten ihren grünen Daumen und freuen sich, wenn sie beispielsweise ihr eigenes Gemüse ernten dürfen.
  • Sitzmöglichkeiten – in kleineren Geräten beschränkt sich die Sitzfläche oft auf die Terrasse, da auf dem Grün nicht ausreichend Platz ist. Doch auch die Terrasse kann zu einer »grünen Hölle« werden, wenn größere Kübelpflanzen aufgestellt werden. Und selbst im kleinsten Garten passt eine kleine Bank an eine uneinsehbare Ecke und bietet die Möglichkeit, sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen.
  • Bepflanzung – welche Pflanzen sich eignen, hängt natürlich mit vom Standort ab. Vielfach ist es sinnvoll, Blumen, Kräuter und Gemüse gemeinsam zu pflanzen, da Kräuter beispielsweise Ungeziefer von den Blumen fernhalten. Wer den Kindern einen eigenen Gartenbereich geben möchte, kann mit Hochbeeten arbeiten. Hier können sie eigens für sich Gemüse oder Blumen pflanzen.

Letztendlich lässt sich jeder Garten zu einer wunderschönen Oase und einem Hort der Ruhe wandeln. Wer eher weniger Zeit für eine aufwendige Pflege hat, kann mit einer Rasenfläche arbeiten und die Bepflanzung in Kübeln, Kästen oder hochgelegten Beeten aufteilen. Gerade durch Kübel und Kästen lässt sich die mehrjährige Bepflanzung sicherstellen, da die Kübel über den Winter ins Haus geholt werden können.

Sichtschutz

Sehr wichtig für das eigene Wohlbefinden im eigenen Garten ist, dass die Oase nicht von jedem einzusehen ist. Gerade in eng bebauten Gebieten ist es häufig so, dass der Nachbar zwei Häuser weiter noch die Erdbeeren im Beet entdecken kann. Was hilft hier? Genau, ein guter Sichtschutz. Da gibt es etliche Optionen:

  • Hecken – das ist der natürliche Sichtschutz, der aber mit Nachteilen behaftet ist. Zum einen dauert es eine ganze Zeit, bis die Hecke so hoch und dicht ist, dass sie Schutz bietet. Zum anderen müssen Hecken jährlich gepflegt und zurückgeschnitten werden. Vorsicht: Die Hecke darf nichts aufs Nachbargrundstück wuchern.
  • Zäune – es gibt schöne Sichtschutzzäune, die auch in einem kleinen Garten nicht das Gefühl vermitteln, eingesperrt zu sein. Die natürlichere Variante sind Zäune aus Holz, doch müssen diese wieder regelmäßig lackiert werden. Aber auch Metallzäune können so gestaltet sein, dass sie attraktive Sichtschutzvarianten abbilden.

Hinsichtlich des Sichtschutzes müssen immer die örtlichen Vorschriften berücksichtigt werden. So darf beispielsweise in den seltensten Fällen eine Hecke oder Zäune höher als 120 Zentimeter sein – zwischen zwei Grundstücken kann die Maximalhöhe sogar deutlich unter diesem Wert liegen. Zudem ist es möglich, dass in der Region bestimmte Sichtschutzmöglichkeiten verboten sind. So schätzt nicht jede Siedlung eine Hecke, während andere metallene Zaunlösungen ablehnen.

Abbildung 2: Was ist bei der Gartenpflege zu beachten?

Fazit – die eigene Oase muss geschaffen werden

Um einen Garten in das persönliche Glück zu verwandeln, ist stets Arbeit und Mühe nötig. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, wie viel Mühe und Zeit künftig in den Garten investiert werden kann. Wer jedoch seinen Weg gefunden hat, sich mit Pflegehilfsmitteln und Geräten Unterstützung in den Gartenschuppen holt und den Garten so anlegt, dass die ganze Familie zufrieden ist, wird diesen Ort nicht mehr missen wollen.

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Veröffentlicht am: 09.01.2019 | Autor: Julius Hagen

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