Aufgrund der niedrigen Zinsen und den stetig ansteigenden Mietpreisen liegt der Kauf bzw. Bau von Immobilien aktuell stark im Trend. So erhoffen sich viele Menschen vom Eigenheim mehr privaten Freiraum gekoppelt mit einer finanziellen Entlastung. Allerdings ist beim Erwerb eines Eigenheims durchaus Vorsicht geboten, da Pfusch am Bau nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem ist.

Inhalt:

  1. Warum wird das Thema Immobilien und speziell der Hausbau immer interessanter?
  2. Weshalb ist Pfusch am Bau immer noch ein leidiges Thema für viele Bauherren?
  3. Was sind die häufigsten Folgen von Pfusch am Bau?
  4. Wie kann man sich vor Pfusch am Bau effektiv schützen?
  5. Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

 

1. Warum wird das Thema Immobilien und speziell der Hausbau immer interessanter?

Dass der Kauf bzw. Bau von Immobilien derzeit so beliebt ist, hat in der Praxis gleich mehrere Gründe. So wird das sogenannte „Betongold“ vor allem bei Anlegern immer begehrter. In Zeiten von niedrigen Zinsen stellen Immobilien eine lukrative Alternative zu klassischen Anlageformen dar. Während traditionelle Anlagen aktuell nur minimale Erträge abwerfen, lassen sich mit Wohnhäusern stellenweise sehr hohe Renditen einfahren. Auch im Zuge der Altersvorsorge entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Eigenheim. Insbesondere die hohen Mieten in Ballungsgebieten wie beliebten Großstädten können im Alter schnell zu einer finanziellen Belastung werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, kann dem Anstieg des Mietpreisspiegels hingegen deutlich gelassener entgegenblicken. Zudem ist der Besitz einer eigenen Wohnimmobilie in aller Regel ebenfalls mit einer Verbesserung der Lebensqualität verbunden. So genießt man mit dem eigenen Haus deutlich mehr Ruhe und muss nicht auf anderen Personen im selben Gebäude Rücksicht nehmen.

2. Weshalb ist Pfusch am Bau immer noch ein leidiges Thema für viele Bauherren?

Der Bau eines Eigenheims ist immer auch mit der Finanzierungsfrage verbunden. In den meisten Fällen muss für die Umsetzung eines Bauvorhabens das eigene Kapital mit der Hilfe von Darlehen aufgestockt werden. Um die Schuldenbelastung so gering wie möglich zu halten, versuchen viele Bauherren die notwendigen Kosten so weit wie möglich herunterzudrücken. Und in der Tat lässt sich mit der Auswahl der Baufirma in der Praxis bares Geld einsparen. Allerdings bleibt das Sparen bei den Bauarbeiten nicht immer folgenlos. Beispielsweise holen unseriöse Baufirmen die fehlenden Einnahmen durch das Engagement unzureichend qualifizierter Arbeitskräfte oder Baustoffe von minderer Qualität wieder rein. Weiterhin ist auch großer Zeitdruck in vielen Fällen eine Ursache für Pfusch am Bau. Daher ist es wichtig möglich rechtzeitig seriöse Baufirmen zu erkennen und diese zu wählen.

3. Was sind die häufigsten Folgen von Pfusch am Bau?

Schubkarre beladen mit Backsteinen

Egal ob beim Einsatz von Drehmaschinen oder der Abdichtung des Kellers: Neueste Studien zeigen, dass sich Qualitätsverstöße beim Bauen in den letzten Jahren gehäuft haben. Vor allem bei individuellen Überprüfungsarbeiten wird dabei verhältnismäßig oft gespart. So ist es zum Beispiel für eine sachgemäße Kellerabdichtung sehr wichtig, dass die Situation vor Ort im Vorfeld genauestens analysiert wird.

Geschieht das nicht, dauert es in der Regel nicht lange, bis das Untergeschoss plötzlich unter Wasser steht. Auch bei Dämmarbeiten sind Pfuschereien heute leider keine Seltenheit. Hier werden besonders häufig Fehler beim Verkleben der Dämmplatten oder dem Einbau von Dampfsperren gemacht.

Die Folgen sind dabei Schimmelbildung sowie verrottende Materialien. Deshalb sollte auch nicht nur auf die baulichen Leistungen der Baufirmen geachtet werden, sondern auch die Qualität der genutzten und verarbeiteten Materialien zu prüfen. Billiges Baumaterial kann zwar den Preis für den Bau deutlich drücken, aber später auch für mehr Ärger und zusätzliche Kosten sorgen. Es sollte beim Baumaterial also nicht an der falschen Stelle gespart werden. Im Zweifel gibt es auch passende Hausbauversicherungen, mit denen sich mögliche finanzielle Risiken minimieren lassen.

4. Wie kann man sich vor Pfusch am Bau effektiv schützen?

Da Pfuschereien im Nachhinein kostspielige Sanierungsarbeiten zur Folge haben, sollten Bauherren ein gesondertes Augenmerk auf die Vermeidung von Baufehlern legen. Neben der Eigenkontrolle ist es sinnvoll, die Bauarbeiten von einem Sachkundigen überwachen zu lassen. Zwar kostet das Engagement eines Gutachters im Endeffekt mehr Geld, allerdings stehen die Mehrkosten dabei in keinem Verhältnis zu den gigantischen Kosten einer nachträglichen Sanierung. Wichtig ist, dass der Sachverständige die Bauarbeiten von Anfang bis Ende begleitet, sodass Fehler bereits bei ihrer Entstehung erkannt werden können.

Grundsätzlich wird daher empfohlen nicht unbedingt den ersten und günstigsten Anbieter zu wählen. Vielmehr sollte man sich unbedingt von mehreren Unternehmen ein Angebot einholen und diese im Zweifel auch von einem Sachverständigen und Experten prüfen lassen. Diese haben die entsprechenden Kompetenzen um mögliche Fehlplanungen oder Fehlkalkulationen rechtzeitig zu entdecken und entsprechend zu korrigieren. Ferner solle man bei der Wahl des Bauunternehmens einen Blick auf die bisherigen Referenzen werfen. Seriöse und etablierte Firmen haben oft bereits zahlreiche Projekte erfolgreich durchgeführt und können diese auch entsprechend nachweisen. Auch ein Blick ins Internet und entsprechenden Firmenbewertungen kann hier oft helfen, um unseriöse Anbieter rechtzeitig zu erkennen.

5. Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass Pfusch am Bau langfristig zu hohen Kosten führen kann, die unter Umständen sogar ganze Existenzen bedrohen können. Aus diesem Grund sollten Bauherren von Anfang an präventiv gegen Pfuschereien vorgehen. Mit den entsprechenden Maßnahmen und richtiger Recherche nach dem passenden Anbieter lassen sich unnötige Risiken effektiv minimieren.

Autor: Peter Schmidt / Deutscher Medien Verlag GmbH

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Veröffentlicht am: 11.10.2018 | Autor: Julius Hagen

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