Was macht ein Notar beim Immobilienverkauf?

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Immobilienkaufverträge sind notariell beurkundungspflichtig. Andernfalls sind sie nach § 311b BGB nichtig. Die Beurkundung beim Notar dient dem Interesse beider Parteien. Sie werden juristisch beraten und können sich darauf verlassen, dass der Kaufvertrag ordnungsgemäß und zuverlässig abgewickelt wird. Konkret bedeutet dies, dass Sie als Verkäufer den Kaufpreis erhalten und der Käufer als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Da diese Interessen im Widerstreit stehen, ist es Aufgabe des Notars, den Kaufvertrag Zug um Zug abzuwickeln. Die Tätigkeit, die der Notar beim Immobilienverkauf zu erledigen hat, ist im Beurkundungsgesetz beschrieben. So muss der Notar die Identität der Parteien feststellen und sich von deren Geschäftsfähigkeit und Vertretungsberechtigung überzeugen. Er muss den Kaufvertrag vorlesen, ihn von den Parteien genehmigen und eigenhändig unterschreiben lassen. Vorher soll er den „Willen der Beteiligten erforschen, den Sachverhalt klären, die Beteiligten über die rechtliche Tragweite des Vertrages belehren und ihre Erklärungen klar und unzweideutig in der Niederschrift wiedergeben“. Unerfahrene und ungewandte Beteiligte muss er aufklären. Zur Vorbereitung des Beurkundungstermins soll er den Kaufvertrag zwei Wochen vorher übersenden, es sei denn, die Parteien verzichten ausdrücklich darauf. Ist der Kaufvertrag beurkundet, obliegt es dem Notar, für noch im Grundbuch eingetragene Altrechte oder Grundpfandrechte die Löschungsbewilligung beim Gläubiger einzuholen, die Gemeinde wegen ihres gesetzlichen Vorkaufsrechts anzuschreiben, die Auflassungsvormerkung zugunsten des Erwerbers im Grundbuch zu beantragen, den Kaufpreis fällig zu stellen sowie die Eigentumsumschreibung im Grundbuch zu beantragen. Muss der Erwerber den Kaufpreis finanzieren, beurkundet der Notar die als Sicherheit zu bestellende Grundschuld und beantragt deren Eintragung im Grundbuch.

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