Welche Risiken hat ein Makleralleinauftrag?

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Erteilen Sie dem Makler einen einfachen Alleinauftrag, verzichten Sie gegenüber dem Makler für eine bestimmte Zeit (meist sechs Monate) auf Ihr ansonsten bestehendes Recht, die Dienste anderer Makler zeitgleich in Anspruch zu nehmen. Ihr Recht, sich selbst um einen Verkaufsabschluss zu bemühen, bleibt erhalten. Beim qualifizierten Alleinauftrag verpflichten Sie sich zusätzlich, Direktinteressenten an den Makler zu verweisen oder den Makler zu Vertragsverhandlungen mit Direktinteressenten hinzuzuziehen. Alleinaufträge haben aber ihren Sinn.

Denn: Im Gegensatz zum normalen Maklerauftrag, der keine Tätigkeitsverpflichtung des Maklers begründet, verpflichtet sich der Makler beim Alleinauftrag, nachhaltig auf den Erfolg hinzuarbeiten. Da er in diesem Fall davon ausgeht, dass er Ihre Immobilie aller Voraussicht nach wird verkaufen können, wird er sich besonders intensiv um den Verkauf Ihrer Immobilie bemühen und nicht einfach abwarten, bis sich vielleicht ein Interessent meldet. Auch seine Nebenpflichten werden ausgeweitet. Dazu zählt z.B. die Beratung des Auftraggebers im Hinblick auf einen vorteilhaften Vertragsabschluss. Vor allem weiß der Makler aber, dass Sie ihm vertrauen und ihm die Gelegenheit geben, sich intensiv um Ihre Immobilie zu bemühen. In diesem Fall ist der Makler zusätzlich motiviert, Kosten zu tragen (z.B. Unterlagenrecherche), Arbeit und Aufwand in der Erstellung eines Exposés zu investieren, Inserate zu finanzieren und wirklich jeden Termin mit potentiellen Kaufinteressenten wahrzunehmen. Ihr Risiko besteht schlicht darin, dass Sie dem Makler vertrauen müssen und keinen anderen Makler beauftragen dürfen. Möchten Sie dies nicht, genügt ein einfacher Maklerauftrag, bei dem Sie aber nicht sicher wissen können, mit welcher Intensität Ihr Makler für Sie und Ihr Objekt arbeiten wird.

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