Wie gut sind Online-Immobilienbewertungen?

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So verlockend und attraktiv es klingt seine Immobilie online selber bewerten zu können, eine belastbare Wertaussage kommt dabei nicht wirklich zustande. Wenn das ginge, dann wäre es auch möglich, sich seine Brötchen vom Bäcker faxen oder mailen zu lassen. Und das ist bekanntlich technisch (noch?) unmöglich.

Aber woran liegt es? Nun, eigentlich ist es ganz einfach. Technisch ist eine Online-Bewertung, also eine Bewertung unter Nutzung eines über das Internet zur Verfügung gestellten Programms, durchaus möglich. Bei den Bäcker-Brötchen ist das anders. Das funktioniert schon rein technisch nicht. Das Problem ist nur, dass die zahlreichen Online-Bewertungsangebote undurchsichtige Datengrundlagen verwenden, die Eingangsparameter der Immobilie nur unzulänglich erfasst werden und die Bedienung durch „fachfremde“ Personen durchgeführt werden soll.

Die Ausrichtung der Programme auf fachfremde Bedienung ist das eigentliche Problem. Es ist halt nicht möglich ein belastbares Ergebnis zu erzielen ohne die Eingangsgrößen zuverlässig zu erfassen. Oder würden Sie einer ärztlichen Diagnose vertrauen, die mit Programmunterstützung von ungeschulten und täglich wechselnden Aushilfskräften erstellt wurde und als entscheidende Grundlage Ihrer Behandlung dienen soll? Wohl eher nicht.

Eine Online-Immobilienbewertung bringt im Ergebnis einen ersten groben Orientierungswert. Zudem kann es durchaus Spaß machen ein wenig selber zu klicken. Einen Verkehrswert, einen realen Angebotspreis auf der Grundlage von Bodenrichtwerten, örtlichen Besonderheiten und der amtlichen Kaufpreissammlung, dürfen Sie allerdings nicht erwarten. Also vorsichtig, es geht um Ihr Geld. Verlassen Sie sich beim Immobilienverkauf nicht auf eine reine Online-Lösung.

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