Grundriss

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Wohnung Zimmer fensterDer Grundriss prägt jede Wohnung. Mit der modernen Lebensweise ändern sich auch die Vorstellungen, wie eine Wohnung zugeschnitten sein sollte. Ältere Häuser, in denen der Grundriss rein zweckmäßig gestaltet war (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad), fordern die Kreativität jedes Erwerbers heraus. Eine gute Grundrissplanung bildet mithin das Fundament einer jeden Wohnung und ist nicht zuletzt ein echter wertbildender Faktor für den eventuellen Verkauf der Immobilie.

Grundrisse sind nicht für die Ewigkeit. Ausgangspunkt bei der Grundrissplanung sollten Mustergrundrisse sein, die sich in der Lebenspraxis bereits bewährt haben. So fällt es Bauherren leichter, ihre Wünsche in eine bestehende Planung umzusetzen. Mithilfe spezieller Softwareprogramme lassen sich Grundrisse und Zuschnitte von Wohnungen auf dem Bildschirm beliebig veranschaulichen.

Grundriss und Flächenbedarf

Maßgebend ist der Flächenbedarf. Richtwert ist, wie viele Bewohner das Haus, die Wohnung, Platz bieten soll. Dabei ist der Familienzuwachs ebenso einzuplanen wie der spätere Auszug der Kinder oder der Einzug eines Elternteils. Der statistische Wohnflächenbedarf liegt bei 39 m² pro Person. Als Flächenverhältnis empfehlen Architekten, dass ca. 72 Prozent der Wohnfläche auf Gemeinschaftsräume und den Individualbereich (Wohn-, Ess-, Schlaf-, Arbeitszimmer) entfallen, 18 % auf den Hauswirtschafts-/ Technikbereich (Küche, Bad, WC) und 10 % auf den Verkehrsbereich (Flure, Treppen). Wer bei der Innenarchitektur einen offenen Grundriss mit wenigen Innenwandflächen und Innentüren plant, reduziert die Baukosten erheblich und schafft sich überschneidende Nutzungsmöglichkeiten. Gut ist, den Schlafzimmerbereich in die aufgehende Sonne nach Osten und die Aufenthaltsräume nach Süden und Westen auszurichten.

Zwar setzen die Baukosten gewisse Grenzen. Dennoch sollten Grundrisse stets mit der Perspektive geplant werden, wie der Wohnbedarf heute ist und wie er sich voraussichtlich entwickeln wird.

Gerade die Wohnbedürfnisse von Familien ändern sich im Laufe der Zeit. Solange die Kinder noch sehr klein sind, empfiehlt es sich, die Zimmer in Nähe des Elternschlafzimmers zu planen. Jugendzimmer fordern eine eher größere Distanz. Werden mehrere Kinderzimmer benötigt, sollte der Grundriss so geplant werden, dass die Zimmer nach dem Auszug der Kinder zu einem vielleicht größeren Zimmer umgestaltet und neu genutzt werden können.

Eine Perspektive kann auch darin zu bestehen, Teile der Immobilie so abzutrennen, dass sie später vermietet werden kann. Dazu sollten mehrere Zugangsmöglichkeiten bestehen und zusätzliche sanitäre Räume geschaffen werden können. Vermietungsmöglichkeiten können helfen, im Alter die Rente aufzubessern.

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