Hausanschlusskosten

Die Hausanschlusskosten sind bei Immobilienneubauten ein wesentlicher Kostenfaktor. Die Gemeinden erheben von den Eigentümern bei der Erschließung von Bauland Erschließungskosten. Dazu gehören neben den Kosten für die Erschließung des Baugebietes auch die Anliegerbeiträge sowie im weiteren Sinne auch die Hausanschlusskosten.

Die Erschließungskosten decken den Aufwand der Gemeinde, um das Grundstück zugänglich und nutzbar (baureif) zu machen. Dazu gehört der Kostenaufwand für die Herstellung der Straßen, Fußgängerwege, Straßenbeleuchtung, Parkflächen und Grünanlagen. Auch die Anliegerbeiträge für den Anschluss des Gebäudes an die Kanalisation und die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Fernwärme und Kaltwasser gehören zu den Erschließungsmaßnahmen.

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Die Hausanschlusskosten hingegen betreffen den Kostenaufwand für den erstmaligen Anschluss des Gebäudes an das öffentliche Versorgungsnetz. Sie erfassen die Strecke vom Haus über das Grundstück des Anliegers bis ans öffentliche Netz.

Hausanschlusskosten und Steuern

Erstmals anfallende Hausanschlusskosten sind steuerlich im Gegensatz zu den Erschließungsbeiträgen den Herstellungskosten des Gebäudes zuzurechnen und können, wenn das Gebäude vermietet wird, abgeschrieben werden. Erstmalige Erschließungskosten dagegen gehören zu den Anschaffungskosten des Gebäudes.

Die Hausanschlusskosten entstehen regelmäßig nur beim Neubau eines Gebäudes oder wenn eine Bestandsimmobilie noch nicht an das öffentliche Versorgungsnetz oder an die Kanalisation angeschlossen ist und nachträglich angeschlossen werden soll. Der üblicherweise anfallende Kostenaufwand für Hausanschlusskosten beträgt durchschnittlich …

  • Anschluss an die Kanalisation und Abwasser: ca. 5000 €
  • Anschluss an die Kaltwasserversorgung: 3000 €
  • Anschluss an die Gasversorgung: 2000 €. Als Alternative kommen Ölheizung oder Erdwärme in Betracht. Die Ölheizung heizt meist auch das Warmwasser mit.
  • Anschluss an das Stromnetz 2000 €. Photovoltaikanlagen bieten keinen hinreichenden Ersatz, da die Energiespeicherung kostenaufwändig ist, Strom nur tagsüber produziert wird und der Kostenaufwand oft nicht im Verhältnis zum Ertrag steht. Im Übrigen rechnet sich die Anlage nur, wenn der selbst produzierte Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.
  • Anschluss an das Telefonnetz: 100 €. Als Alternative kommen Handys, ein Kabelanschluss (100 €) oder der Satellitenempfang in Betracht.

Die Kosten bemessen sich nach dem baulichen Aufwand an Material und Arbeitseinsatz. Je weiter das Haus vom Anschlusspunkt entfernt ist, desto höher sind die Anschlusskosten zu veranschlagen. Vor allem bei hinterliegenden Grundstücken (Hintergrundstück) fallen oft weite Wege an. Ist der Anschluss an die Kanalisation unwirtschaftlich, kann der Bauherr sein Abwasser auch in einem Abwassertank auf seinem Grundstück entsorgen und bei Bedarf entsorgen lassen.

Vollständig bezahlte Erschließungsbeiträge und Hausanschlusskosten, sowie ein komfortabler Anschluss an das Versorgungsnetz sind jedenfalls ein wertbildender Faktor bei der Bemessung des Verkehrswertes eines Gebäudes.

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