Immobilienmakler

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Immobilienmakler übernehmen im Auftrag eines Immobilieneigentümers die Vermarktung und den Verkauf von Immobilien und vermitteln Kaufinteressenten. Zugleich kommt auch mit dem Kaufinteressenten ein Maklervertrag zustande, wenn der Interessent ein zum Verkauf angebotenes Objekt besichtigt und die Geschäftsbedingungen des Maklers akzeptiert.

Maklererlaubnis

Makler bedürfen nach § 34c GewO der Maklererlaubnis durch die örtlich zuständige Behörde. Künftig müssen Makler einen Sachkundenachweis erbringen. Die Maklererlaubnis setzt zudem die persönliche und wirtschaftliche Zuverlässigkeit des Antragstellers heraus. Persönlich unzuverlässig ist derjenige, der wegen einer Vermögensstraftat in den letzten fünf Jahren vor Antragstellung rechtskräftig verurteilt wurde oder über dessen Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder wer die Vermögensauskunft abgegeben hat. Aktive Makler müssen ihre geschäftlichen Aktivitäten nach Ablauf eines Kalenderjahres durch einen geeigneten Prüfer prüfen lassen und der Aufsichtsbehörde einen Prüfbericht vorlegen.

Vertragsleistungen des Maklers

Der Nachweismakler weist einem Kaufinteressenten ein ihm bislang nicht bekanntes zum Verkauf stehendes Objekt nach und versetzt ihn die Lage, konkrete Verhandlungen zum Kaufabschluss zu führen. Die Tätigkeit eines Vermittlungsmaklers geht über die bloße Zusammenführung der Vertragsparteien hinaus und beinhaltet ein bewusstes und zielgerichtetes Einwirken auf den Kaufentschluss des Interessenten. Je nachdem, was vereinbart ist, begründet sich der Provisionsanspruch des Maklers. Der Maklervertrag bedarf keiner bestimmten Form, sollte aber aus Beweisgründen wegen aller Details schriftlich abgeschlossen werden.

Der normale Maklervertrag ist für Verkäufer und Kaufinteressent unverbindlich. Jede Partei kann als Auftraggeber jederzeit andere Makler zusätzlich einschalten, während der Makler nicht verpflichtet ist, irgendwelche Aktivitäten für seinen Auftraggeber zu entfalten. Will der Makler vermeiden, dass er unnötige Kosten und Zeit für eine vage Verdienstchance investiert, kann er mit dem Auftraggeber einen Alleinauftrag vereinbaren, der ihm für eine gewisse Zeit ein exklusives Vermarktungsrecht verleiht und es ihm ermöglicht, sich besonders intensiv für die Interessen seines Auftraggebers einzusetzen. Der Alleinauftrag zeichnet sich damit durch eine Tätigkeitsverpflichtung des Maklers aus. Ein Alleinauftrag kann auch als qualifizierter Alleinauftrag vereinbart werden, der es dem Auftraggeber verbietet, einen Vertragsabschluss eigenständig herbeizuführen, ohne sich gegenüber dem allein beauftragten Makler provisionspflichtig zu machen.

Provision

Maklerverträge sind erfolgsorientiert. Die Maklerprovision entsteht nur, wenn der Makler, je nachdem was vereinbart ist, den Abschluss des Immobilienkaufvertrages herbeiführt. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, sollte die Provisionshöhe konkret vereinbart werden. Ist dies nicht der Fall, kann der Makler eine ortsübliche Vergütung verlangen. Konkrete gesetzliche Vorgaben gibt es dafür nicht. In Berlin und Brandenburg beträgt die übliche Käuferprovision 7,14 % des Kaufpreises.

 

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