Courtage

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Die Courtage ist das Honorar, das ein Makler für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Kaufvertrages oder für die Vermittlung eines solchen Vertrages erhält (Mäklerlohn § 652 BGB). Voraussetzungen des Provisionsanspruches sind: …

  1. Vereinbarung eines Maklervertrages

Eine Courtage (Provision) zwischen Auftraggeber und Makler gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die dem Makler übertragene Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist. Es gilt dann der übliche Lohn als vereinbart (§ 653 BGB). Reine Beratungs- und sonstige Hilfeleistungen, wie die Anberaumung eines Beurkundungstermins beim Notar, genügen nicht.

Provisionspflichtig ist je nach Vereinbarung entweder nur der Käufer, der Verkäufer oder anteilig beide. Wendet sich ein Kaufinteressent aufgrund einer Anzeige an einen Makler, darf er davon ausgehen, dass der Makler nur für den Verkäufer tätig ist. Die bloße Kontaktaufnahme mit dem Makler begründet noch kein Auftragsverhältnis mit dem Kaufinteressenten. Auch die bloße Übersendung eines Expose´s mit einem Hinweis auf die bei Vermittlungserfolg fällige Maklerprovision begründet noch keinen Provisionsanspruch. Vielmehr muss der Makler mit dem Kaufinteressenten eine ausdrückliche Provisionsvereinbarung treffen. Besichtigt der Interessent eine vom Makler angebotene Immobilie und akzeptiert dessen Geschäftsbedingungen, kommt der Maklervertrag auch stillschweigend durch „schlüssiges“ Handeln zustande.

  1. Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit
  2. Zustandekommen eines Kauf- oder Mietvertrages

Die Maklercourtage ist erfolgsorientiert. Ohne Erfolg, keine Courtage.

  1. Nachweisbare Zusammenhang zwischen Maklertätigkeit und Erfolg

Es obliegt den Parteien zu vereinbaren, wer welche Courtage an den Makler zu zahlen hat. Das seit 1.6.2015 geltende Bestellerprinzip gilt nur, wenn eine Mietwohnung vermittelt wird. Dann zahlt ausschließlich der Vermieter die  Provision an den Makler. Bei Vermietungen beschränkt § § WoVermittG die Maklerprovision auf maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer. Das Bestellerprinzip gilt aber nicht, wenn die Immobilie verkauft wird.

Auch die Höhe der Maklercourtage ist frei vereinbar. Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben. Eine Orientierungshilfe bieten die in dem jeweiligen Bundesland “marktüblichen” Regelungen. In Berlin und Brandenburg sind bis zu 7,14 % üblich. Unverhältnismäßig hohe Courtagen (BGH, Az. V ZR 260/90: z.B. Das Doppelte von dem, was üblich ist) sind sittenwidrig und können durch Gerichtsurteil entsprechend herabgesetzt werden. Verhandlungsspielraum kann sich aus Sicht des Verkäufers dann ergeben, wenn die Immobilie schnell veräußerbar oder aus Sicht des Käufers nur schwierig zu verkaufen ist. Die Courtage wird regelmäßig dann als fällig vereinbart, wenn der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen ist.

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