Nicht erschlossenes Grundstück verkaufen

Bei dem Verkauf von Grundstücken sollten sich Besitzer vorab im Klaren darüber sein, um welche Art von Grundstück es sich handelt. Das Grundstück kann entweder erschlossen, teilerschlossen oder nicht erschlossen sein. Zudem unterscheidet bei Grundstücken, zwischen Bauerwartungsland, Bauland und Baugrundstücken.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, was Sie beachten sollten, wenn Sie ein nicht erschlossenes Grundstück verkaufen möchten.

Was bedeutet ein nicht erschlossenes Grundstück?

Ein Grundstück, welches bebaut werden soll, muss vorher erschlossen werden und wird durch einen Nachweis der Erschließung ausgezeichnet. Mit Erschließung eines Grundstückes ist gemeint, dass dieses an das öffentliche Straßennetz angebunden ist und eine Versorgung von Strom, Wasser und Abwasser besteht und gewährleistet wird.

Bei nicht erschlossenen Grundstücken sind diese Voraussetzungen noch nicht gegeben und müssen erst noch von der Gemeinde oder von Bauentwicklern durchgeführt werden. Dazu werden Firmen und örtliche Versorgungsunternehmen beauftragt, die entsprechende Wasser- und Stromleitungen legen und weitere Maßnahmen durchführen.

Unterschiede zu erschlossenen und teilerschlossenen Grundstücken

Bei einem erschlossenen Grundstück sind die oben genannten Voraussetzungen erfüllt. Es ist also, im Gegensatz zu einem nicht erschlossenen Grundstück, vollständig an das Strom-, Wasser-, und Verkehrsnetz angebunden. Dort kann somit eine Bauplanung umgesetzt werden.

Bei einem Grundstück, dass nur teilerschlossen ist, wurden bereits einige Erschließungsmaßnahmen durchgeführt, jedoch noch nicht alle. Es kann beispielsweise eine Anbindung zu Strom- und Wassernetzen haben, aber noch keine Straßenanbindung aufweisen.

Übersicht zur Erschließung eines Grundstückes

Ein erschlossenes Grundstück muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. Anschluss an das:

  • örtliches Verkehrsnetz (Bürgersteig-, Straßenherstellung),
  • öffentliche Trinkwasserversorgung,
  • öffentliche Kanalisationssystem,
  • Stromnetz.

In einigen Fällen können hier Ausnahmen gemacht werden. Zum Beispiel, wenn der nächste Anschlusspunkt zur Kanalisation zu weit entfernt ist. Dann könnte auf ein Abwassertank zurückgegriffen werden. Aber auch hier sollten die Kosten nicht unterschätzt werden, da dieser regelmäßig geleert werden muss.

Einige Anschlüsse werden zwar nicht zwingend Vorausgesetzt, sollten jedoch dennoch berücksichtigt werden.

  • Kabelfernsehnetz
  • Telefonnetz
  • Gasversorgung

Kann ein nicht erschlossenes Grundstück verkauft werden?

Auch unerschlossene Grundstücke können erfolgreich verkauft werden. Je nach Grundstück, dessen Lange und Besonderheiten, kann ein recht hohes Interesse aufkommen. Mit Hilfe eines Makler lassen sich auch bei diesem Verkauf Bestpreise erzielen.

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Für wen eignet sich ein nicht erschlossenes Grundstück?

Ein nicht erschlossenes Grundstück eignet sich für private Käufer eher weniger, da diese einen Vergleichsweise hohen Aufwand für die Bebauung des Grundstücks betreiben müssen. Trotzdem müssen Private Verkäufer nicht als Zielgruppe ausgeschlossen werden. Wenn diese ein besonderes Interesse dem Grundstück haben, kommen auch private Käufer in Frage. Das könnte zum Beispiel bei einer besonderen Lage der Fall sein. In solchen Fällen, stellt der Verkauf an Privatpersonen kein Problem dar, wenn Sie ihr nicht erschlossenes Grundstück verkaufen möchten.

Nicht erschlossene Grundstücke haben jedoch vorrangig Bauunternehmen und Projektentwickler als Zielgruppe. Diese wollen auf dem Grundstück Ihr eigenes Bauvorhaben realisieren, um nach der Fertigung das Grundstück und die darauf befindliche Immobilie weiterzuverkaufen und damit einen Gewinn zu erzielen.

Relevante Unterlagen für den Verkauf Ihres Grundstückes

Wie auch bei dem Verkauf eines erschlossenen oder teilerschlossenen Grundstückes sind einige Dokumente und Unterlagen gegenüber Kaufinteressenten vorzeigepflichtig oder beschleunigen den Verkauf.

Sie benötigen das Baulastenverzeichnis, welches Auskunft darüber gibt, ob und inwieweit Verpflichtungen auf dem Grundstück lasten.

Zudem wird auch eine Auskunft über mögliche Altlasten benötigt. Altlasten könnten Chemikalien und Gifte sein, die den Boden und die Gesundheit schädigen und eine Gefahr für die Umwelt und Lebewesen darstellen.

Ein weiteres sehr wichtiges Dokument ist der Grundsteuerbescheid. Dieser gibt Informationen über die zu zahlende Grundsteuer für das Grundstück an. Grundsteuern fallen stets bei Grundbesitzen an.

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Kauf eines nicht erschlossenen Grundstückes für den Hausbau

Möchten Sie ein nicht erschlossenes Grundstück kaufen, um darauf Ihren Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen, sollten Sie beachten, dass sich der Hausbau bei nicht erschlossenen Grundstücken verzögert. Denn Sie erhalten eine Baugenehmigung nur für ein erschlossenes Grundstück. Für nicht oder noch nicht erschlossene Grundstücke muss erst eine Erschließung des Grundstückes stattfinden, damit eine Baugenehmigung ausgestellt werden kann.

Unser Tipp an Käufer:

Wenn Sie auf der Suche nach einem Grundstück sind, dann überprüfen Sie bereits im Vorfeld, inwieweit das Grundstück erschlossen ist. Kostengünstiger ist es häufig, ein bereits erschlossenes Grundstück oder eines, welches im Kaufpreis die Erschließungskosten enthält, zu kaufen.

Erschließungskosten im Überblick

Der Nachteil eines nicht erschlossenen Grundstückes ist, dass dieses durch sogenannte Erschließungskosten vor dem Beginn des Baus erst einmal erschlossen werden muss. Der Erschließungsbeitrag muss an die zuständige Kommune und an Versorgungsämter bezahlt werden.

Erschließungskosten setzen sich aus der technischen und verkehrsmäßigen Erschließung zusammen. Dabei bezieht sich die technische Erschließung auf das Stromnetz, die Wasserversorgung und auch Daten- und Telefonleitungen.

Die verkehrsmäßige Erschließung beinhaltet die Anbindung des Grundstückes an öffentliche Straßen und Verkehrsnetze, die es möglich machen, das Grundstück zu erreichen.

Kommunen können bis zu 90 % der anfallenden Kosten für die Erschließung dem Besitzer bzw. Bauherren in Rechnung stellen. Diese Kosten addieren sich zu dem Kaufpreis des Grundstückes hinzu. Die Kosten für die Erschließung bewegen viele Eigentümer zum Verkauf. Wenn Sie überlegen, Ihr nicht erschlossenes Grundstück zu verkaufen, beraten wir Sie gerne kostenlos.

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Typische Kosten für die Erschließung:

Das Grundstück muss einen Anschluss an das Stromnetz nachweisen und damit an das öffentlichen Stromnetz angebunden sein. Die Kosten für die Stromerschließung liegen in der Regel zwischen 1.000 € und 3.000 €. Je nach Gegebenheiten oder zusätzlichem Ausbau können die Kosten variieren.

Ein weiterer Kostenfaktor sind Erschließungskosten für Wasser. Die Anbindung an die Wasserversorgung ist essenziell und unabdingbar für jedes Grundstück. Die Kosten hierfür befinden sich etwa zwischen 2.000 € und 5.000 €, je nach Umfang und Lage des Grundstückes zur nächsten Anschlussstelle.

Für die Erschließung fallen auch Kosten für Telekommunikation an. Eine Internetverbindung, ein Telefonanschluss und auch ein TV-Kabelanschluss sind über die Jahre für jeden Haushalt relevant geworden und unverzichtbar. Die Kosten dafür belaufen sich meist auf bis zu 1.500€.

Weiterhin können Kosten für die Erschließung von Gas anfallen. Der Anschluss an das Gasnetz gehört nicht zu den Standard-Erschließungen. Wenn das zukünftige Haus über Fernwärme beheizt werden soll, dann wird meist kein Gasanschluss benötigt. Je nach Bedarf kann der Anschluss dennoch gewählt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 2.000 €.

Bei Fragen rund um den Verkauf eines Grundstückes, aber auch bei Fragen zu den Themen Hausverkauf oder Wohnung verkaufen, stehen wir Ihnen als Makler selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach und wir beraten Sie gerne ausführlich!

Beispielrechnung Erschließungskosten:

Maßnahme Kosten
Anschluss Stromnetz 2.500€
Wasser- Abwasseranschluss 4.500€
Telekommunikationsleitungen 1.000€
Gasanschluss 2.000€
Anschluss Stromnetz 2.500€
Gesamtkosten 12.500€

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