Der Kaufpreis für die Immobilie allein macht nicht die gesamten Erwerbskosten aus. Es gibt Nebenkosten beim Immobilienkauf, und ihr Anteil an den Gesamtkosten steigt – wenigstens acht und höchstens 15 % des Kaufpreises können es sein, je nach Immobilie, Haus, Grundstück oder Eigentumswohnung und je nach Region. Wenn Sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen, sollten Sie die folgenden Kosten im Überblick kennen.

Makler

Wenn Sie ein Objekt mit einem Immobilienmakler in Berlin oder dem Umland erwerben wollen, erhalten die Immobilienmakler für ihre Vermittlung die übliche Maklerprovision. Die Spannbreite der Kosten liegt für den Käufer je nach Objekt in der Region Berlin-Brandenburg zwischen 3 und 6 % des Kaufpreises.

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Dazu kommt die Umsatzsteuer auf diese Provision für die Vermittlung des Objekts. Die Maklertätigkeiten sind vom Käufer zu tragen und daher die Höhe der Provision bei den Erwerbsnebenkosten mit zu kalkulieren. Vor der Beauftragung des Maklers sollten Käufer daher die Höhe dieser Provision mit ihm klären und vereinbaren.

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Notar

Ist der Hauskauf beschlossene Sache, müssen die Käufer die Immobilie durch einen notariellen Kaufvertrag erwerben. Das ist gesetzlich geregelt – im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Die Notarkosten tragen Sie als Käufer selbst. Ihre Höhe liegt in der Regel zwischen einem und 1,5 % des Kaufpreises.

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Grundbuch

Auch der Eintrag ins Grundbuch, ebenfalls unumgänglich, kostet Geld. Aber nur so können Sie in Deutschland Eigentümer eines Grundstücks werden, auf dem Ihr Haus steht. Das Grundbuch verzeichnet alle Beurkundungen über Grundstücksrechte. Dazu können zählen: das Eigentum, die Hypothek oder ihre Grundschuld. Auch eventuell zu gewährende Wege- oder Nachbarrechte müssen im Grundbuch verzeichnet sein.

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Für das Eintragen in die Grundbücher sind die Grundbuchämter in der Region zuständig, in der die Immobilie liegt. Sie befinden sich im Amtsgericht. Die Eintragung veranlasst wiederum der Notar. Wichtig: Käufer sollten sich vom Notar den Auszug aus dem Grundbuch und die damit für sie verbundenen rechtlichen Pflichten erklären lassen. Das gehört zur Aufgabe des Notars. Für den Eintrag muss eine Gebühr in Höhe von circa 0,5% des Kaufpreises entrichtet werden.

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Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer wird vom Finanzamt verlangt. Je nach Bundesland, in dem die Immobilie liegt, differiert sie zwischen 3,5 und maximal 6,5 % des gesamten Kaufpreises für den Erwerb des Hauses, des Grundstücks oder der Eigentumswohnung.

In Berlin zahlen Sie aktuell 6 Prozent Grunderwerbsteuer, in Brandenburg 6,5 Prozent. Steuern beim Hauskauf sind also immer auch zu berücksichtigen, beim Hausverkauf oder Wohnungsverkauf fallen diese Nebenkosten selbstverständlich nicht an.

Teure Ausstattungen können Käufer unter Umständen aus dem Kaufpreis herausrechnen lassen. Am besten ist es, dazu vorher einen Rechtsanwalt zu fragen. Möglich wäre, die hochwertige Einbauküche oder die frei im Garten stehende Garage von der Höhe des Kaufpreises für die Berechnung der Grunderwerbsteuer abzuziehen. Das muss allerdings vorher juristisch sauber mit dem Verkäufer geklärt sein.

Beispiele für die Höhe dieser Steuer:
Berlin 6 %, Brandenburg 6,5 %, Sachsen 3,5 % oder Hamburg 4,5 %.

Nebenkosten der Finanzierung

Neben Tilgung und Zins kann es bei der Aufnahme eines Darlehens auch notwendig sein, ein Wertgutachten vorlegen zu müssen, das Banken manchmal fordern, um den Beleihungswert des Hauses oder der Wohnung festzulegen. Es kostet in der Regel 0,2 bis 0,5 % der Darlehenssumme und wird in den Effektivzins eingerechnet – Zinsen für die Bereitstellung des Kredits dagegen nicht.

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Sie werden von der Bank verlangt, wenn das Darlehen in einer bestimmten Frist nicht abgerufen wird. Höhe und Fristen kann der Käufer mit seiner Bank vorher aushandeln, aber danach sollte er sich auch daran halten. Sonst summieren sich diese Zinsen auf ca. 0,25 % der Darlehenssumme je Monat der Fristverlängerung.

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Fazit – Nebenkosten beim Immobilienkauf

Käufer müssen alle Nebenkosten beim Immobilienkauf kennen, um nicht unliebsame Überraschungen, also finanzielle Mehrbelastungen, zu erleben. Die Kaufnebenkosten können eine Menge Geld sein, das mancher nicht einfach zusätzlich verfügbar hat. Deshalb müssen diese Kosten Eingang in die persönliche Berechnung beim Immobilienkauf finden, wenn die Kaufsummen berechnet und verglichen werden. Ein wenig Gestaltungsspielraum bietet die Grunderwerbsteuer – Liegt die Immobilie im Umland oder der Hauptstadt Berlin, ergeben sich unterschiedliche Steuersätze. Wollen hingegen Eigentümer eine Immobilie verkaufen, so müssen Sie, zumindest im Raum Berlin/Brandenburg, beim Hausverkauf oder Wohnungsverkauf keine nennenswerten Nebenkosten planen.

Sprechen Sie uns an, unsere Immobilienexperten stehen wir Ihnen unter 030 / 265 875 70 gern beratend zur Seite, wenn es darum geht die gesamten Nebenkosten zu erfassen.

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