Die Käufer tragen die Nebenkosten beim Immobilienkauf

Der Kaufpreis für die Immobilie allein macht nicht die gesamten Erwerbskosten aus. Es gibt Nebenkosten, und ihr Anteil an den Gesamtkosten ist nicht unerheblich – wenigstens acht und höchstens fünfzehn Prozent des Kaufpreises können es sein. Je nach Immobilie, Haus, Grundstück oder Eigentumswohnung und je nach Region. Wenn Sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen, sollten Sie die folgenden Kosten im Überblick kennen.

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Immobilie verkaufen

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Ist der Kauf beschlossene Sache, müssen die Käufer die Immobilie durch einen notariellen Kaufvertrag erwerben. Das ist gesetzlich geregelt – im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Die Notarkosten tragen die Käufer. Ihre Höhe liegt in der Regel zwischen einem und 1,5 % des Kaufpreises.

Grundbuch

Icon Grafik Grundbuch Haus Immobilie GrundstückAuch der Eintrag ins Grundbuch, ebenfalls unumgänglich, kostet Geld. Aber nur so können Sie in Deutschland Eigentümer eines Grundstücks werden, auf dem Ihr Haus steht. Das Grundbuch verzeichnet alle Beurkundungen über Grundstücksrechte. Dazu können zählen: das Eigentum, die Hypothek oder Ihre Grundschuld. Auch Wege- oder Nachbarrechte können im Grundbuch verzeichnet sein. Für das Eintragen in die Grundbücher sind die Grundbuchämter in der Region zuständig, in der die Immobilie liegt. Sie befinden sich im Amtsgericht. Die Eintragung veranlasst wiederum der Notar. Wichtig: Käufer sollten sich vom Notar den Auszug aus dem Grundbuch und die damit für sie verbundenen rechtlichen Pflichten erklären lassen. Das gehört zur Aufgabe des Notars. Für den Eintrag muss eine Gebühr in Höhe von ca. 0,5 % des Kaufpreises entrichtet werden.

Grunderwerbssteuer

Grafik Icon Karte Deutschland Prozentzeichen GrunderwerbssteuerDiese Steuer wird vom Finanzamt verlangt. Je nach Bundesland, in dem die Immobilie liegt, differiert sie zwischen 3,5 und maximal 6,5 % des gesamten Kaufpreises für den Erwerb des Hauses, des Grundstücks oder der Eigentumswohnung. Steuern beim Immobilienverkauf sind also immer auch zu berücksichtigen. Teure Ausstattungen können Käufer unter Umständen aus dem Kaufpreis herausrechnen lassen. Am besten ist es, dazu vorher einen Rechtsanwalt zu fragen. Möglich wäre, die hochwertige Einbauküche oder die frei im Garten stehende Garage von der Höhe des Kaufpreises für die Berechnung dieser Steuer abzuziehen. Das muss allerdings vorher juristisch sauber mit dem Verkäufer geklärt sein.

Beispiele für die Höhe dieser Steuer: Berlin 6 %, Brandenburg 6,5 %, Sachsen 3,5 % oder Hamburg 4,5 %.

Makler

Icon Grafik Haus Geld MünzenWenn eine Immobilie über einen Makler verkauft oder erworben wird, erhält der Immobilienmakler für seine Tätigkeit die übliche Provision. Die Kosten liegen für den Käufer in der Region Berlin-Brandenburg bei 6 % des Kaufpreises. Dazu kommt die Umsatzsteuer auf diese Provision für die Vermittlung des Objekts. Die Maklertätigkeiten sind vom Käufer zu tragen und daher die Höhe der Provision bei den Erwerbsnebenkosten mit zu kalkulieren.

Nebenkosten der Finanzierung

Icon Grafik Bank KreditinstitutNeben Tilgung und Zins kann es bei der Aufnahme eines Darlehens auch notwendig sein, ein Wertgutachten vorlegen zu müssen, das Banken manchmal fordern, um den Beleihungswert des Hauses oder der Wohnung festzulegen. Es kostet in der Regel 0,2 bis 0,5 % der Darlehenssumme und wird in den Effektivzins eingerechnet – Zinsen für die Bereitstellung des Kredits dagegen nicht. Sie werden von der Bank verlangt, wenn das Darlehen in einer bestimmten Frist nicht abgerufen wird. Höhe und Fristen kann der Käufer mit seiner Bank vorher aushandeln, aber danach sollte er sich auch daran halten. Sonst summieren sich diese Zinsen auf ca. 0,25 % der Darlehenssumme je Monat der Fristverlängerung.

Fazit

Grafik Icon TaschenrechnerKäufer müssen alle Nebenkosten für die Immobilie kennen, um nicht beim Kauf – und seinen Folgen – unliebsame Überraschungen, also finanzielle Mehrbelastungen, zu erleben. Deshalb müssen diese Kosten Eingang in die persönliche Berechnung beim Immobilienkauf finden, wenn die Kaufsummen berechnet und verglichen werden. Ein wenig Gestaltungsspielraum bietet die Grunderwerbsteuer – Liegt die Immobilie im Umland oder der Hauptstadt Berlin, ergeben sich unterschiedliche Steuersätze. Wir von immoeinfach stehen unseren Kunden gern beratend zur Seite, wenn es darum geht die gesamten Nebenkosten zu erfassen.

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Veröffentlicht am: 25.09.2017 | Autor: Julius Hagen