Maklerprovision

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Makler leben davon, dass sie Immobilien zum Kauf vermitteln und dafür eine Provision verlangen. § 652 BGB verpflichtet denjenigen, der die Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit eines Maklers zum Erwerb einer Immobilie nutzt, dem Makler eine Provision zu zahlen. Da die Tätigkeit des Maklers erfolgsabhängig ist, entsteht die Maklerprovision erst in dem Augenblick, in dem die Tätigkeit des Maklers zum Erfolg führt, regelmäßig also mit der Beurkundung des notariellen Kaufvertrags über eine Immobilie.

Im Idealfall ist die Maklerprovision unmissverständlich im Maklervertrag vereinbart. Zweifel gehen zu seinen Lasten.  Wendet sich ein Interessent an einen Makler, erklärt er damit noch nicht schlüssig seine Bereitschaft zur Zahlung einer Maklerprovision, falls der Vertrag über ein angebotenes Objekt zustande kommt. In diesem Fall darf der Interessent davon ausgehen, dass der Makler das Objekt für den Verkäufer verkauft und von ihm bezahlt wird. Dann dürfte im Regelfall der Verkäufer provisionspflichtig sein, da § 653 BGB einen Maklerlohn als „stillschweigend vereinbart betrachtet, wenn die dem Makler übertragene Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist“.

Die Maklerprovision kann im Einzelfall von unterschiedlichen Faktoren abhängig sein. So besteht kein Provisionsanspruch, wenn der Makler aufgrund seiner persönlichen oder wirtschaftlichen Verflechtung mit einer Vertragspartei außerstande ist, seiner Neutralitätspflicht nachzukommen und sich in einem Interessenkonflikt befindet.

Die Höhe der Maklerprovision ist frei vereinbar.  Das Gesetz macht keinerlei Vorgaben. Die Vereinbarung orientiert sich an den regional üblichen Provisionsätzen. In Berlin und Brandenburg betragen diese 7,14 % inkl. Mehrwertsteuer für eine Partei, es sei denn, dass auch mit dem Erwerber eine Maklerprovision vereinbart ist. Um den Makler abzusichern, ist es üblich, die Maklerprovision in den notariellen Kaufvertrag aufnehmen zu lassen.

Haben die Parteien im Maklervertrag eine Vertraulichkeitsklausel vereinbart, kann der Makler von seinem Kaufinteressenten Ersatz in Höhe der vollen Provision verlangen, wenn er nachweist, dass  der Interessent sein Angebot absprachewidrig an einen Dritten weitergegeben hat und es ohne die Verletzungshandlung aufgrund seiner Tätigkeit zum Abschluss des Kaufvertrages gekommen wäre.

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