Wohnlage

Der entscheidende wertbildende Faktor einer Immobilie ist die Lage. Sie bestimmt bei Mietimmobilien die Rendite und bei selbst genutzten Wohnhäusern den Wohnwert. Die Bedeutung der Lage zeigt sich darin, dass eine Immobilie eben „unbeweglich“ ist, während baulicher Zustand und Ausstattung veränderbar sind. Die Bewertung, ob eine Wohnlage eine gute oder schlechte Lage ist, ist natürlich mithin auch subjektiv und von den Einschätzungen und Erwartungen eines Kaufinteressenten abhängig. Umgekehrt ist die Wohnlage Richtschnur, wenn ein Verkäufer seine Immobilie verkaufen will.

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Bei Wohnlagen werden einfache, mittlere und gute Wohnlagen unterschieden. Diese Kategorien lassen sich wiederum in Stadtzentren und Ortsrandlagen untergliedern. Da Wohnlagen nur „gebietsprägenden“ Charakter haben, dürfen sie nicht ohne Weiteres verallgemeinert werden. Auch in einer sehr einfachen Wohnlage kann es Immobilien geben, die man eher in einer guten Wohnlage erwarten würde. Umgekehrt kann sich in einer sehr guten Wohnlage auch ein Objekt finden, das im ungünstigsten Fall vielleicht abrissgefährdet erscheint.

Es versteht sich, dass nur die persönliche Besichtigung vor Ort den Eindruck vermitteln kann, den ein Kaufinteressent für seine Kaufentscheidung benötigt. Soll eine Immobilie verkauft werden, empfiehlt sich, im Hinblick auf die Wohnlage ein Standortprofil zu erstellen und genau die Fragen zu beantworten, die sich aus den Aspekten ergeben, die die Wohnlage ausmachen.

Einfache Wohnlage

Meist handelt es sich um eine geschlossene, stark verdichtete Bebauung, wenig Natur, bescheidene bauliche Optik, schlichte Gebäudestrukturen, teils mit Schäden, oft gibt es soziale Brennpunkte, vielfach stören Lärm, Geruch, Industrie oder Straßenverkehr die Wohnqualität.

Mittlere Wohnlage

Einfache Wohnlagen werden aufgewertet, wenn sich Gebäudestrukturen in einem optisch ansehnlichen Zustand befinden, wenigstens ansatzweise Grünflächen vorhanden sind, der tägliche Bedarf an Supermarkt, Freizeiteinrichtungen und ärztliche Versorgung gedeckt und eine gute, aber nicht störende Infrastruktur vorhanden ist.

Gute Wohnlage

Nicht jeder kann hier wohnen, gute Bauqualität, angenehme Optik, gepflegtes Straßenbild, gute Versorgungsmöglichkeiten, Grünflächen, gutes Image, gute Verwaltungsstruktur.

In Berlin ist die Situation aufgrund seiner flächenmäßigen Ausdehnung etwas unübersichtlich. Die Wohnlagenkarte der Senatsverwaltung Berlin gibt einen Überblick über die Wohnlagen in der Hauptstadt. Hilfreich ist auch ein Blick in das „Straßenverzeichnis Wohnlage zum Berliner Mietspiegel“, in dem einzelne Straßen bestimmten Wohnlagen zugeordnet sind.

Ferner wird auf der Website der Berliner Senatsverwaltung definiert, was unter Wohnlagen in Berlin zu verstehen ist.

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