Im Immobilienbereich gibt es unterschiedliche Haustypen, die ebenso unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Nicht nur der Stil der Häuser, sondern auch deren Besonderheiten im Innenausbau unterscheiden sich untereinander.

Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Übersicht der gängigsten Haustypen vor. In unserer Fortsetzung dieses Beitrages können Sie in unserem zweiten Blogbeitrag - Hausstile: Verschiedene Baustile und deren individuellen Merkmale – alles über verschiedene Hausstile nachlesen. Neben den Haustypen, die wir Ihnen vorstellen, gibt es selbstverständlich auch noch weitere Typen und Formen. Die Haustypen setzen sich durch verschiedene Bauweisen und Stilmerkmale zusammen, die je nach eigenen Vorstellungen angepasst und umgesetzt werden können.

Falls Sie Ihr Haus, egal welchen Haustypus, verkaufen wollen und einen potenziellen Käufer finden möchten, dann unterstützen wir Sie gerne in allen Anliegen diesbezüglich!

1. Einfamilienhaus

Einfamilienhäuser sind, wie es der Begriff bereits besagt, Häuser, die für eine Familie ausgelegt sind. In den meisten Fällen werden Einfamilienhäuser mit bis zu zwei Stockwerken, manchmal auch bis zu drei Etagen, erbaut. Einfamilienhäuser haben den Vorteil, dass diese oft auch durch einen angrenzenden Garten umschlossen werden und die Größe des Grundstückes genügend Spielmöglichkeiten für Kinder bietet. Zudem schafft ein Einfamilienhaus viel Privatsphäre, da Sie als Familie das Haus nicht mit einer anderen Familie oder einen Nachbarn teilen. Außerdem haben Sie als Eigentümer die Möglichkeit, die Innen- und Außengestaltung Ihrer Wohn- und Hausfläche individuell zu bestimmen.

Einfamilienhaus mit Garten

Nachteile eines Einfamilienhauses sind der eher hohe Kaufpreis und eventuell hohe Nebenkosten. Wenn Sie sich unschlüssig sein sollten, für welchen Haustypus Sie sich am besten entscheiden oder welche Art von Haus Sie sich leisten können, dann lesen Sie gern unseren Beitrag zu dem Thema wie viel Haus können Sie sich leisten und erfahren Sie hilfreiche Tipps diesbezüglich.

2. Zweifamilienhaus

Zweifamilienhäuser haben die Besonderheit, dass diese für genau zwei Familien perfekt geeignet sind. Es besteht so zu sagen ein Haus, welches in zwei separate Nutzflächen geteilt wurde, damit jede Familie ihren eigenen privaten Wohnraum hat. Dies kann zum Beispiel in Form von zwei Wohnungen, eine Familie wohnt im Erdgeschoss und die zweite Familie im ersten Obergeschoss, aufgeteilt sein. Lediglich das Grundstück und eventuell auch ein Parkplatz oder ein Garten wird von beiden Familien gemeinsam genutzt.

Großes Zweifamilienhaus mit Garten am Waldrand

Nachteile eines Zweifamilienhauses könnten die gemeinsame Nutzung eines Gartens sein, wodurch die Privatsphäre beider Familien eingeschränkt werden könnte. Ebenso kann es aber auch wiederum von Vorteil sein, wenn sich beide Familien gut verstehen und die Kinder gern zusammenspielen. Zudem ist diese Art von Haus auch sehr gut für ein generationsübergreifendes Wohnen geeignet. Die anfallenden Kosten sind in der Regel geringer als die eines Einfamilienhauses, da die Kosten ebenso wie die Nutzfläche auf zwei Wohnparteien aufgeteilt werden. Beide Wohnparteien sind dazu berechtigt, gemeinsam in Bezug zu beispielsweise Umbauten oder äußerlichen Veränderungen des Hauses zu entscheiden und dieses auch regelmäßig gemeinsam instand zu halten.

3. Mehrfamilienhaus

In einem Mehrfamilienhaus wohnen, wie der Name es schon verrät, mehrere Familien. Mehrfamilienhäuser kennzeichnen sich meist durch einen Innenausbau aus, der das Haus in mehrere Wohnungen einteilt. Diese sind zudem häufig vom Grundriss her identisch und in gleich großer Nutzungsfläche aufgeteilt.

Modernes Mehrfamilienhaus im Grünen

Zu Mehrfamilienhäusern gehören oft auch Parkplätze und manchmal auch ein Garten, der für alle Hausbewohner zugänglich ist. Nachteile eines Mehrfamilienhauses könnte die eingeschränkte Privatsphäre sein. Zu den Vorteilen zählt beispielsweise, dass die Wohnparteien nicht für die Instandhaltung des Hauses aufkommen müssen, da dies in den meisten Fällen von dem Eigentümer geregelt wird. Zudem bietet ein Mehrfamilienhaus einen Austausch zwischen den Familien und somit häufig auch einen guten nachbarschaftlichen Kontakt untereinander.

4. Doppelhaus

Doppelhäuser sind ähnlich wie Zweifamilienhäuser ausgerichtet. Mit dem Unterschied, dass Doppelhaushälften von außen identisch aussehen und zwei Familien unter einem Dach wohnen, aber dennoch jede Familie ihren eigenen Hauseingang hat und ebenso die gleiche Anzahl an Nutzfläche besitzt.

Modernes Doppelhaus mit eigenem Parkplatz

Die Vorteile dieser Hausvariante sind, dass ein Doppelhaus ebenso als generationsübergreifende Wohneinheit genutzt werden kann und deutlich günstiger zu erwerben ist, als ein Einfamilienhaus. Zudem haben Doppelhäuser oft auch jeweils einen eigenen Garten und liegen idyllisch im Grünen mit guter Verkehrsanbindung. Ein Nachteil könnten Umbaumaßnahmen sein, die mit beiden Familien gleichsam abgestimmt werden müssen und eine eventuell eingeschränkte Privatsphäre.

5. Mehrgenerationenhaus

Ein Mehrgenerationenhaus zeichnet ein Haus aus, welches so konzipiert wurde, dass in diesem mehrere Generationen einer Familie gemeinsam wohnen können. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch gern unseren Blogbeitrag zu dem Thema Immobilienformen für das richtige Lebensalter. Häufig sind Mehrgenerationenhäuser dennoch in separate Wohneinheiten eingeteilt, damit jeder seinen eigenen Rückzugsort hat. Aber dennoch kann man sich zu gemeinsamen Abenden treffen.

Großes Holzhaus am Waldrand

Vorteile dieser Art von Haus sind es, dass die dort wohnenden sich kennen und ein gutes Verhältnis zueinander haben, sodass die Großeltern beispielsweise auf ihre Enkelkinder aufpassen können, wenn die Eltern arbeiten, oder aber auch, dass die ältere Generation von der jüngeren gepflegt wird. Gegenseitiges Unterstützen ist ein großer Vorteil von generationsübergreifendem Wohnen. Zudem fallen die Nebenkosten nicht auf eine einzige Partei an, sondern wird untereinander aufgeteilt. Oft weisen Mehrgenerationenhäuser auch ein großes Grundstück mit ebenso großem Garten auf, was ein idyllisches und privates Wohnen im engsten Kreis der Vertrauten ausmacht.

6. Reihenhaus

Als Reihenhäuser werden Häuser bezeichnet, die so zu sagen „Wand an Wand“ angereiht, nebeneinander errichtet wurden. Ebenso wie bei Doppelhäusern teilen sich Reihenhauswohnparteien lediglich das Dach. Jede Familie hat ihren eigenen Hauseingang und kann die Innengestaltung frei bestimmen. Die Hausfassade ist bei Reihenhäusern gleich und kann nur mit Einverständnis aller Wohnparteien verändert werden.

Modernes Reihenhaus mit großen Fenstern

Vorteile dieses Hauses ist ein geringerer Kostenfaktor zudem ein Reihenhaus erworben werden kann. Die meisten Reihenhäuser besitzen zusätzlich einen eigenen kleinen Garten. Nachteile könnten eine eingeschränkte Privatsphäre darstellen. Zudem sollte bereits vor dem Bau eine Schallschutzdämmung eingeplant werden, damit die Privatsphären der Wohnparteien gewährleistet werden können und diese nicht durch Lärm eingeschränkt wird.

7. Bungalow

Bungalows sind ebenerdig und werden unter dem Aspekt nur eines Wohngeschosses errichtet. Dies hat den Vorteil, Barrierefreiheiten zu schaffen. Somit ist ein Bungalow auch optimal geeignet für Wohnen im Alter oder Menschen mit Gehbeeinträchtigungen. Zudem befinden sich Bungalows häufig in kostenniedrigeren Segmenten, im Gegensatz zu Häusern mit mehreren Etagen. Ein weiterer Vorteil eines Bungalows ist es, dass dieser individuell mit beispielsweise Anbauten von weiteren Räumen erweitert werden kann.

Kleiner Bungalow mit Garage

Zu den Nachteilen Bungalows können zählen, dass ein größeres Grundstück benötigt werden muss, als zum Beispiel bei Häusern, die mehrgeschossig errichtet werden. Zudem könnte die Privatsphäre teilweise eingeschränkt werden, aufgrund der direkten Sicht durch Fenster in die Wohnbereiche. Als Lösung dafür könnten allerdings Pflanzen und Bäume auf dem relativ großen Grundstück gesetzt werden, damit ein gewisser Sichtschutz gewahrt wird.

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Veröffentlicht am: 27.08.2018 | Autor: Rike Niemann

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