Funktionsweise von Grundschuld und Hypothek

Grafik: Haus - Geldnoten - Funktionsweise von Grundschuld und HypothekBenötigen Sie einen Kredit, verlangt die Bank regelmäßig eine Sicherheit. Besitzen Sie oder kaufen Sie eine Immobilie in Berlin oder dem Umland, bietet sich die Immobilie als Sicherheit an. Um die Immobilie als Sicherheit für das Darlehen zur Verfügung zu stellen, gehen Sie zum Notar und beurkunden eine Grundschuld oder eine Hypothek.

Ohne Sicherheit kein Hypothekenkredit

Grundschuld und Hypothek sichern den Kredit ab. Falls Sie den Kredit dann nicht bedienen, hat die Bank das Recht, die Sicherheit zu verwerten. Konkret bedeutet dies, dass die Grundschuld oder Hypothek verwertet werden und damit Ihre Immobilie zwangsversteigert wird. Aus dem Erlös wird dann das Darlehen getilgt.

Grafik: Haus an der Kette - Sicherheit HypothekenkreditBeide Rechte werden im Grundbuch eingetragen. Das Grundstück, zum Beispiel ihr Wohnungseigentum, ist dann belastet. Die Werthaltigkeit des Rechts ist immer im Verhältnis zum Verkehrswert des Grundstücks zu beurteilen. So sichert eine 1a-Grundschuld meist bis 60 Prozent des Darlehensbetrages ab. Da die Sicherheit hoch ist, gewährt Ihnen die Bank regelmäßig einen besonders günstigen Zinssatz. Belasten Sie das Grundstück darüber hinaus, steigt für die Bank das Risiko und Sie zahlen einen höheren Zinssatz. Da die Bank die Immobilie als Sicherheit hat, gewährt sie im Vergleich zu einem ungesicherten Konsumentenkredit einen besonders günstigen Zinssatz, der allgemein als Hypothekenzins bezeichnet wird.

Vorteil der Grundschuld

Grafik: Zinsen - Prozentzeichen - Vorteil GrundschuldWird der Kredit getilgt, kann die Grundschuld fortbestehen. Die Bank als Gläubiger tritt die Grundschuld an Sie als Eigentümer ab. Es entsteht eine sogenannte Eigentümergrundschuld, auch wenn die gesicherte Forderung erledigt ist. Der Vorteil für Sie als Eigentümer einer Immobilie besteht darin, dass Sie diese Grundschuld erneut als Sicherheit für einen Kredit verwenden können. Sie ersparen sich die notarielle Beurkundung und die Eintragung im Grundbuch und damit erhebliche Gebühren. Ist die Eigentümergrundschuld im Grundbuch an der ersten Rangstelle eingetragen, wahrt sie den Rang und geht nachfolgenden Rechten vor.

Grundschuld und Hypothek sind Grundpfandrechte

Grafik: Kette geht in Bank - Grundschuld Hypothek GrundpfandrechteGrundschuld und Hypothek sind zwei verschiedene Formen eines einheitlichen Rechts. Sie werden als Grundpfandrechte bezeichnet. Zugleich sind sie auch dingliche Rechte, da sie Rechte an einem Grundstück verkörpern.

Obwohl sich in der Praxis Hypothek und Grundschuld gleichwertig gegenüberstehen, hat der Gesetzgeber vorrangig die Hypothek geregelt. Herkömmlicherweise ist daher vom Hypothekenrecht die Rede. Das Grundschuldrecht nimmt vorwiegend Bezug auf das Hypothekenrecht und regelt die Grundschuld nur in wenigen Vorschriften. In der Praxis der Banken kommt praktisch nur noch die Grundschuld vor. Die Gründe dafür, dass die Hypothek nur noch ein Schattendasein führt, liegen in der rechtlichen Struktur der Hypothek. Natürlich stehen wir unseren Kunden als Immobilienmakler Berlin gern für ausführlichere Informationen zur Verfügung.

Unterschied Grundschuld und Hypothek

Grafik: Paragraphenzeichen und Notenbündel - Unterschied Grundschuld zu HypothekIm Kern sind beide Rechte wesensgleich. Der Unterschied liegt in der Art der Beziehung zu der gesicherten Forderung. Der Hypothek liegt stets eine schuldrechtliche (vertragliche) Forderung zu Grunde. Meist ist es eine Darlehensforderung, zu deren Sicherung die Hypothek bestellt ist. Hypothek und Forderung sind so eng miteinander verbunden, dass die Hypothek nicht ohne die Forderung begründet, abgetreten oder verpfändet werden kann. Ihre Verkehrsfähigkeit ist daher eingeschränkt.

Anders ist es bei der Grundschuld. Sie sichert zwar auch im Regelfall eine schuldrechtliche Forderung ab. Die Verknüpfung zur Forderung ist aber weitaus weniger eng als bei der Hypothek. Insbesondere setzt sie keine Forderung voraus. Ihr Schicksal ist unabhängig vom Bestand der Forderung zu verstehen. Im Extremfall bedeutet dies, dass dem Gläubiger das Recht aus der Grundschuld auch dann verbleibt, wenn die Forderung nicht entstanden oder erloschen ist.

Grafik Icon 3D Dokument Logo Immoeinfach.deWürde die Bank das vereinbarte Darlehen nicht auszahlen, könnte eine bestellte Hypothek nicht rechtswirksam entstehen, während die Grundschuld Bestand hätte. Ist also das zugrundeliegende Forderungsverhältnis rechtlich fehlerhaft, so berührt dies den Bestand der Grundschuld nicht. In der Konsequenz bedeutet dies, dass eine Grundschuld wesentlich verkehrsfähiger ist als eine Hypothek. Banken bevorzugen daher Grundschulden als Sicherheit.

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen wollen, haben Sie in der Regel im Rahmen der Kaufvertragsgestaltung in Form einer Belastungsvollmacht mit Grundschulden zu tun. Wir stehen unseren Kunden als immoeinfach stets mit Rat und Tat bei der Kaufvertragsgestaltung zur Seite. Wenn Sie wünschen, empfehlen wir Ihnen in Berlin und Umland auch gern einen Notar. Mit unserem Rundum-Service und unserem hohen Qualitätsanspruch sorgen wir immer dafür, dass unsere Kunden bestens informiert sind und sich entspannt zurücklehnen können.

Veröffentlicht am: 17.08.2017 | Autor: Ivo Hagen

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