Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur

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Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure sind „beliehene“ Freiberufler. Die Berufsträger üben einen freien Beruf aus und erfüllen im Auftrag des Staates hoheitliche Aufgaben im Vermessungswesen. Sie sind keine Gewerbetreibende. Sie vermessen Grundstücke oder beurkunden auf Antrag eines Grundstückseigentümers eine Grenzniederschrift über den Verlauf unklarer oder streitige Grundstücksgrenzen. Da ihre Tätigkeit eine hohe Verantwortung begründet, ist die Ausübung in einer Berufsordnung definiert. Ihre Dienstleistungen sind nach Maßgabe einer staatlichen Kostenordnung abzurechnen. In Berlin gilt die „Verordnung über die Vergütung der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (ÖbVI Vergütungsordnung – ÖbVIVergO) in der Fassung vom 12.7.2013.

Wer öffentlich bestellter Vermessungsingenieur werden möchte, muss die Befähigung zum höheren oder gehobenen vermessungstechnischen Dienst mitbringen und praktische Erfahrungen im Beruf vorweisen und sich beständig fortbilden. Viele Berufsträger sind im Bund öffentlich bestellter Vermessungsingenieure e.V. organisiert (BDVI). Grundstückseigentümer, die ihr Grundstück zum Verkauf aufteilen und eine Teilungsvermessung durchführen möchten oder infolge eines unklaren oder streitigen Grenzverlaufs eine Grenzanzeige oder eine Grenzvermessung beantragen möchten, finden hier erste kompetente Ansprechpartner.

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